Haematococcus: Eine wachsende Herausforderung für Teichbesitzer
Obwohl die Mikroalge Haematococcus keine neue Entdeckung ist und in der Vergangenheit in unkritischen Mengen auftrat, hat sich dies laut Griesbach geändert. Bundesweite Beobachtungen bestätigen eine explosionsartige Vermehrung dieser Alge, die gegen klassische Bekämpfungsmethoden resistent ist. Viele Gewässer nehmen dadurch eine „Erbsensuppe“-ähnliche Konsistenz an.
Die Schwebealge ist in der Lage, Trockenzeiten und winterliche Temperaturen zu überdauern. Ihr rotbräunlicher Farbstoff, ein Carotinoid, schützt sie nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor Nährstoffmangel.
Neuer Lösungsansatz zur Algenbekämpfung
Wissenschaftler aus Franken haben einen Weg gefunden, die Widerstandsfähigkeit von Haematococcus zu überwinden. Der Spezialdienstleister Lavaris Lake berichtet, dass eine modifizierte Anwendung und Dosierung des Schutzmittels AlgoClear, das den patentierten Dreifachwirkstoff SpektroSorb enthält, Abhilfe schaffen kann.
Bei einem vermehrten Befall mit Haematococcus empfehlen Wasserexperten eine spezielle Dosierung: Bei der Erstanwendung soll das für Flora und Fauna unbedenkliche Mittel in doppelter Konzentration dem Wasser zugegeben werden, gefolgt von einer einfachen Dosierung an den beiden Folgetagen. Diese Methode, die ursprünglich zur Bekämpfung klassischer Blau- und Grünalgen entwickelt wurde, hat sich laut Hersteller in zahlreichen Fällen als erfolgreich erwiesen.
