Naturschutz

Klaus-Töpfer-Fellowship-Programm schließt zweiten Kurs ab

Der zweite Kurs des Klaus-Töpfer-Fellowship-Programms, organisiert vom Bundesamt für Naturschutz, ist beendet. 20 junge Führungskräfte aus Mittel- und Osteuropa, Zentralasien sowie dem Kaukasus erhielten ihre Zertifikate. Sie sind in ihren Heimatländern in zentralen Naturschutzaufgaben tätig.

Erfolgreicher Abschluss für 20 Naturschutz-Führungskräfte

Der zweite berufsbegleitende Kurs des Klaus-Töpfer-Fellowship-Programms, organisiert vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), ist beendet. Am 26. Februar überreichte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel in Bonn die Zertifikate an 20 Absolventinnen und Absolventen. Diese jungen Führungskräfte stammen aus Mittel- und Osteuropa, Zentralasien sowie dem Kaukasus und sind in ihren Heimatländern in zentralen Naturschutzaufgaben tätig. Ihre Einsatzbereiche umfassen Regierungsbehörden, nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstitute und den Privatsektor.

Über einen Zeitraum von 18 Monaten absolvierten die Stipendiaten vier zehntägige Trainingsmodule an der Internationalen Naturschutzakademie des BfN auf der Insel Vilm. Sie besuchten zudem deutsche und internationale Naturschutzinstitutionen für Fachkonsultationen und bearbeiteten aktuelle Fragestellungen aus ihrer beruflichen Praxis.

Das Klaus Töpfer-Fellowship-Programm ist ein wichtiges Instrument zur Förderung der personellen Kapazitäten und des Engagements für den Naturschutz in Mittel- und Osteuropa, Zentralasien und im Kaukasus. Als längerfristiges berufsbegleitendes Format ergänzt es die bestehenden Fortbildungsangebote der Internationalen Naturschutzakademie auf ideale Weise und fördert die Vernetzung des deutschen Naturschutzes mit Ländern Osteuropas und Zentralasiens. Mein Glückwunsch geht an alle Absolventinnen und Absolventen, die hervorragende Beispiele für engagierten Naturschutz in ihrer Heimatregion darstellen.

Bei der Abschlussveranstaltung gaben die Stipendiaten Einblicke in ihre beruflichen Schwerpunkte und die Erkenntnisse, die sie aus dem Programm für ihre Arbeit in den Heimatländern gewonnen haben.

Projektvorstellungen und Lösungsansätze

Im Rahmen der Weiterbildung wurden Projekte vorgestellt, in denen die Stipendiaten mithilfe der Lerninhalte des Programms und der Unterstützung von Mentoren aus verschiedenen Ländern und Institutionen Lösungsansätze für drängende Fragen ihrer Institutionen entwickelten. Beispiele hierfür sind die Verbesserung der Finanzierung von Schutzgebieten in Armenien, der umweltverträgliche Ausbau der Windenergie in Kroatien, die Entwicklung von Wildnisgebieten in Polen und der Schutz bedrohter Steppenwölfe in Kasachstan.

Hintergrund des Programms

Das Klaus-Töpfer-Fellowship-Programm zielt darauf ab, zukünftige Entscheidungsträger für Führungsaufgaben im nationalen und internationalen Naturschutz zu qualifizieren. Partner des Programms sind die Weltnaturschutzunion IUCN, das World Conservation Monitoring Centre des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP-WCMC) sowie das Sekretariat des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (S-CBD). Die Schirmherrschaft hat Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister und langjähriger Direktor des UN-Umweltschutzprogramms UNEP, inne. Die Finanzierung des Programms erfolgt durch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

27.02.2015

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