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Klimaanpassung im Gartenbau: Strategie des Bundeskabinetts und Forderungen des ZVG

Das Bundeskabinett hat eine neue Strategie zur Klimaanpassung verabschiedet. Der ZVG fordert Unterstützung für den Gartenbau, kritisiert die Torfminderungsstrategie und betont die Notwendigkeit eines angepassten Pflanzenschutzes. Ein Wassereffizienzprogramm wird ebenfalls gefordert.

Unterstützung für den Gartenbau und Stadtgrün – ZVG-Forderungen

Das Bundeskabinett hat am 11. Dezember 2024 seine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet. Diese Strategie ist eine Folge des Gesetzes zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, das am 1. Juli in Kraft getreten ist und die Bundesregierung zur Erarbeitung einer solchen Strategie verpflichtet.

Zukünftig sollen Maßnahmen und Instrumente durch konkrete, messbare Ziele präziser ausgerichtet werden. Einige Aspekte der neuen Strategie sind bereits in anderen Dokumenten wie der Nationalen Wasserstrategie oder der Torfminderungsstrategie enthalten.

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) betont die Notwendigkeit, den Gartenbau weiterhin bei seinen Anpassungsaktivitäten an den Klimawandel zu unterstützen.

Wichtig ist es, dass der Gartenbau auch in Zukunft mit Maßnahmen und Programmen in seinen Aktivitäten unterstützt wird, sich dem Klimawandel anzupassen.

Dies schließt die Verbesserung der Qualität und des Umfangs des Stadtgrüns ein. Stauden, Blumen und Gehölze leisten in Städten einen Beitrag zur Klimaverbesserung.

Wir sind dabei maßgeblicher Teil der Lösung.

Für die Erbringung dieser Leistungen als Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber und Regionalfaktor ist die Wirtschaftlichkeit der Betriebe entscheidend.

Kritik an der Torfminderungsstrategie und Pflanzenschutz im Gartenbau

Der ZVG äußert sich kritisch zur unveränderten Fortschreibung der Torfminderungsstrategie und deren ambitionierten Zielen.

Der Gartenbau ist bei der Torfminderung auf einem sehr guten Weg und die Unternehmen setzen auf Alternativen.

Allerdings seien die Verfügbarkeiten geeigneter, qualitativ hochwertiger Ersatzstoffe noch nicht ausreichend. Es bedürfe längerer Übergangsfristen und weiterer Forschung. Zielvorstellungen sollten gemeinsam abgestimmt werden.

Ein angepasster Pflanzenschutz mit allen Maßnahmen der Tool-Box bleibt für gute Erträge, Qualitäten und Kultursicherheit unverzichtbar.

Das Ziel der Minderung des Einsatzes und des Risikos von Pflanzenschutzmitteln muss umfassend betrachtet werden.

Bereits jetzt fehlen ausreichend Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Die Situation sei verheerend, und in gartenbaulichen Kulturen gebe es kaum noch Reduktionspotenziale.

Wir wollen den Gartenbau-Standort Deutschland erhalten.

Dazu zählt eine breite Palette von Maßnahmen, einschließlich chemischer Pflanzenschutzmittel. Die Bundesregierung habe es nicht geschafft, den Koalitionsvertrag mit dem Auftrag zur Verbesserung bei Lückenindikationen umzusetzen. Hier setzt der ZVG auf die neue Bundesregierung.

Forderung nach einem Wassereffizienzprogramm

Im Rahmen der Nationalen Wasserstrategie und verknüpft mit der Klimaanpassungsstrategie muss die Förderung einer effizienten Wassernutzung im Gartenbau und der Landwirtschaft durch ein Bundes-Wassereffizienzprogramm zukunftsfähig aufgestellt werden. Die derzeitige Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) wird als unzulänglich bewertet.

12.12.2024

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