Gartengestaltung

Der Traumgarten: Individuelle Planung für erweiterten Wohnraum

Ein Traumgarten ist so individuell wie seine Bewohner. Eine strukturierte Planung mit professioneller Unterstützung ist entscheidend, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzielen und langfristig zufrieden zu sein. Der Garten sollte als erweiterter Wohnraum fungieren und die persönlichen Bedürfnisse erfüllen.

Strukturierte Planung für den Traumgarten – So gelingt's

Genauso sollte es auch bei dem dazu gehörigen Garten sein! Das Grundstück wird nur dann zu einem Traumgarten, wenn es die individuellen Bedürfnisse erfüllt - genauso wie beim Haus. Daher bedarf es auch hier viel Überlegung und Planung.

Dies betont Uschi App vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). Sie weist darauf hin, dass die Gartengestaltung beim Hauskauf oft vernachlässigt wird und meist ohne konkreten Plan erfolgt. Häufig sind die finanziellen Mittel nach dem Hauserwerb begrenzt, was größere Investitionen erschwert.

Genau deshalb rate ich, möglichst frühzeitig gemeinsam mit einer Landschaftsgärtnerin oder einem Landschaftsgärtner einen Gartenplan zu entwerfen, der auf lange Sicht ausgelegt ist, und der dann nach und nach umgesetzt wird. Die wichtigsten, häufig genutzten Bereiche, wie beispielsweise die Terrasse am Haus, werden zuerst gestaltet, andere später.

Eine solche strukturierte Vorgehensweise ist entscheidend, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzielen, Fehlinvestitionen zu vermeiden und langfristig zufrieden zu sein.

Der Garten als erweiterter Wohnraum – Mehr als nur Grünfläche

Ein Traumgarten richtet sich nach den individuellen Ansprüchen und dem persönlichen Geschmack der Bewohner. Uschi App erklärt, dass es wichtig ist, im persönlichen Gespräch herauszufinden, welche Funktionen der Garten erfüllen muss, damit er tatsächlich genutzt wird. Im Idealfall fungiert er als erweiterter Wohnraum.

Dabei spielen ähnliche Aspekte wie im Haus eine Rolle. Kinder benötigen sichere Spielbereiche, während Eltern sich entspannende Sitzgelegenheiten wünschen. Eine Terrasse für Grillabende oder eine Kräuterecke beziehungsweise ein Gewächshaus für Selbstversorger können ebenfalls wichtige Elemente sein. Gemütlichkeit und Privatsphäre sind dabei von großer Bedeutung.

Niemand möchte sich beim Pflanzen, Lesen oder am Klettergerüst wie auf dem Präsenter fühlen.

Gestaltete Räume im Garten sind daher wichtig. Mit Beeten, Hecken, hohen Gräsern und Gehölzen, einer berankten Pergola sowie gekonnt platzierten Natursteinen oder Kunstwerken lassen sich Rückzugsmöglichkeiten schaffen, ohne dass man sich dabei abgeschieden fühlt.

Genau hier liegt die Kunst der Gartengestaltung - mit Landschaftsgärtner*innen entsteht ein Grundstück, das gleichermaßen zum Entspannen und Erleben, zu individueller Naturerfahrung und zu Gemeinschaft einlädt.

Farben und persönlicher Stil im Garten – Akzente setzen

Auch die Farbgestaltung spielt im Garten eine wichtige Rolle, ähnlich wie in Innenräumen. Optische Effekte lassen sich gezielt einsetzen. Blaue oder weiße Blüten sind auch aus der Ferne gut sichtbar und vermitteln den Eindruck von Weite. Frische Grüntöne von Blattschmuckpflanzen wie Funkien oder Farnen können schattigen Gartenecken Helligkeit verleihen. Ein Beet aus farbenfrohen Tulpen leuchtet intensiver, wenn es von immergrünen Hecken umgeben ist.

Der persönliche Stil und Geschmack der Familie ist dabei entscheidend, sei es eine Vorliebe für Pastelltöne, satte Farben oder eine rein weiße Gestaltung. Uschi App betont, dass im Garten ebenso viele Gestaltungsmöglichkeiten bestehen wie im Haus. Daher lohnt es sich, dem Garten von Anfang an die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken wie der Inneneinrichtung.

11.12.2024

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