Naturschutz

Klimaschutz: BMEL fördert Forschung für weniger Treibhausgase im Ackerbau

BMEL fördert Forschungsprojekt zur Senkung von Treibhausgasen im Ackerbau: Untersucht werden Emissionen, Düngung, Bodenbearbeitung und der Einsatz von Pflanzenkohle in ökologischen und konventionellen Systemen.

Forschungsprojekt untersucht Emissionen und nachhaltige Anbausysteme im Detail

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert ein Forschungsprojekt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Ackerbau. Im Fokus steht das Vorhaben „Transfer“, das über drei Jahre mit rund 460.000 Euro unterstützt wird und zentrale Fragen zur klimafreundlichen Bewirtschaftung untersucht.

Ziel ist es, belastbare Erkenntnisse zu gewinnen, wie landwirtschaftliche Betriebe Emissionen wirksam senken können. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Umsetzung der Klimaziele sowie zur Weiterentwicklung nachhaltiger Produktionssysteme im Pflanzenbau.

Vergleich von Anbausystemen und Bewirtschaftungsformen

Die Technische Universität München untersucht in Dauerfeldversuchen sowohl ökologische als auch konventionelle Anbausysteme. An drei Standorten werden dabei Lachgas- und Ammoniakemissionen nach der Düngerausbringung erfasst.

Die Versuche berücksichtigen unterschiedliche Fruchtfolgen, Bodenbearbeitungsverfahren und Düngestrategien. So lassen sich Emissionen sowohl flächen- als auch produktbezogen genauer analysieren und vergleichen.

„Klimaschutz braucht Forschung. Schließlich müssen die Betriebe wissen, wo das größte Potential liegt, Treibhausgase beim Ackerbau einzusparen und wie man das in der Praxis am besten hinbekommt.“

Pflanzenkohle im Fokus der Untersuchungen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Pflanzenkohle in Kombination mit organischen und mineralischen Düngemitteln. Untersucht wird, wie sich diese Kombination auf den Stickstoffumsatz im Boden sowie auf Emissionen auswirkt.

Dabei analysieren die Forschenden auch den Stickstofftransfer innerhalb der Fruchtfolge. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich durch den Einsatz von Pflanzenkohle Ammoniak- und Lachgasemissionen signifikant reduzieren lassen.

  • Messung von Lachgas- und Ammoniakemissionen
  • Analyse von Fruchtfolge- und Bodenbearbeitungssystemen
  • Untersuchung verschiedener Düngestrategien
  • Bewertung des Einsatzes von Pflanzenkohle

Grundlage für Praxis und Klimaberichterstattung

Die gewonnenen Daten sollen nicht nur praxisnahe Handlungsempfehlungen ermöglichen, sondern auch die Datengrundlage für die nationale Klimaberichterstattung verbessern. Insbesondere standortspezifische Emissionsfaktoren spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Das Projekt ist Teil der Fördermaßnahme „Klimaschonendes Stickstoffmanagement im Pflanzenbau“ und läuft von April 2023 bis März 2026. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen der Ackerbaustrategie.

Für den Garten- und Landschaftsbau ergeben sich daraus relevante Erkenntnisse, etwa im Umgang mit Böden, Düngung und nachhaltigen Bewirtschaftungskonzepten. Langfristig können die Ergebnisse dazu beitragen, Emissionen auch in angrenzenden Bereichen des Pflanzenbaus gezielt zu reduzieren.

03.04.2023

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