Naturschutz

Deutschland erhöht Mittel für Klimaanpassung in Entwicklungsländern

Deutschland stockt seine finanzielle Unterstützung für die Klimaanpassung in Entwicklungsländern um 150 Millionen Euro auf. Diese Maßnahme erfolgt im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Glasgow und zielt darauf ab, die Resilienz in gefährdeten Regionen zu stärken.

Zusätzliche Mittel für globale Klimaresilienz

Deutschland verstärkt seine finanzielle Unterstützung für die Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern um weitere 150 Millionen Euro. Diese Aufstockung der multilateralen Investitionen erfolgt im Kontext der UN-Klimakonferenz in Glasgow, wo eine stärkere Anpassungsfinanzierung ein zentrales Anliegen der Entwicklungsländer ist.

Die zusätzlichen Mittel verteilen sich auf zwei Bereiche: 100 Millionen Euro des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) fließen in den Fonds der Globalen Umweltfazilität für die ärmsten Länder. Weitere 50 Millionen Euro des Bundesumweltministeriums (BMU) sind für den Anpassungsfonds vorgesehen. Damit beläuft sich Deutschlands jährlicher Beitrag zur internationalen Anpassungsfinanzierung auf rund 2 Milliarden Euro, was etwa 40 Prozent der gesamten Klimafinanzierung aus Haushaltsmitteln entspricht.

Die Menschen in den ärmsten Ländern dürfen nicht die Verlierer des Klimawandels sein. Denn sie haben am wenigsten zum Klimawandel beigetragen und leiden am meisten unter den Folgen. Deshalb müssen wir die ärmsten und verwundbarsten Länder stärker vor Dürren und Fluten schützen. Deutschland geht voran und unterstützt die ärmsten Länder mit weiteren 100 Millionen Euro bei der dringend benötigten Anpassung an den Klimawandel. Andere müssen jetzt nachziehen. Vor allem die Europäische Union sollte noch viel stärker über ihre Grenzen hinausdenken und etwa seinen Green Deal auf Afrika ausweiten.

Bundesumweltministerin Schulze betonte die Rolle Deutschlands als verlässlicher Partner:

Deutschland ist ein verlässlicher Partner bei der Finanzierung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Wir sind langjähriger Unterstützer des Anpassungsfonds. Das ist ein Signal der Solidarität mit denen, die am stärksten unter den Folgen des Klimawandels leiden. Der Fonds erlaubt eine gleichberechtigte Partnerschaft mit den Entwicklungsländern, da diese über die Programmatik und konkrete Projekte gleichberechtigt mitbestimmen.

Weitere G7-Länder wie Kanada, die USA und Großbritannien haben ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt. Die Bundesregierung beteiligt sich an der Wiederauffüllung des Fonds der Globalen Umweltfazilität für die ärmsten Länder (Least Developed Countries Fund, LDCF). Damit setzt Deutschland eine Zusage von Bundeskanzlerin Merkel vom Anpassungsgipfel im Januar 2021 um und bleibt größter Geber dieses Fonds.

Der LDCF konzentriert sich auf die Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder und ist eng mit der Globalen Umweltfazilität verbunden. Mit Geberbeiträgen von insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar konnte der Fonds weitere Kofinanzierungen für Projekte in Höhe von 6,8 Milliarden US-Dollar mobilisieren.

09.11.2021

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