Projektstart in Rio de Janeiro und Fokus auf den Nordosten
Die weltweite Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels ist eine Notwendigkeit, insbesondere für Entwicklungs- und Schwellenländer. Diese sind oft stark betroffen, tragen aber meist wenig zu den Ursachen bei.
Das Umweltbundesamt (UBA) koordiniert ein Projekt zur Klimaanpassung in Brasilien. Der Start erfolgte mit einem Workshop in Rio de Janeiro, an dem Vertreter ländlicher Regionen teilnahmen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem von Dürre betroffenen und kleinbäuerlich geprägten Nordosten Brasiliens.
Dort unterstützt das UBA ein bereits ausgezeichnetes landwirtschaftliches Bewässerungsprojekt. Dieses beinhaltet den Aufbau einer solar betriebenen Wasserversorgung sowie die Verbesserung des Anbaus und der Vermarktung regionaler Produkte. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen in weiteren gefährdeten Regionen Brasiliens Anpassungsmaßnahmen identifiziert und kommuniziert werden.
Vielmehr müssen wir kluge Projekte auf den Weg bringen, um Staaten wie Brasilien in ihren eigenen Bemühungen zu stärken.
Neben dem UBA sind das brasilianische Klimazentrum "Centro Clima" sowie Träger der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, darunter die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), am Projekt beteiligt. Bestehende Erfahrungen in den Bereichen Anpassung, internationale Klimazusammenarbeit sowie deutsche und brasilianische Klimapolitik fließen in die Projektentwicklung ein. Auf Basis dieser Erfahrungen sollen weitere Anpassungsprojekte, unter anderem im Amazonasgebiet, ausgewählt und verbreitet werden.
Einbindung lokaler Akteure und Finanzierung durch die Klimaschutzinitiative
Lokale Interessensvertreter und Nichtregierungsorganisationen sind in das Projekt eingebunden, um den Wissenstransfer zur Bevölkerung vor Ort zu gewährleisten. Das Projekt zielt zudem darauf ab, die nationale Politik zur Anpassung an den Klimawandel durch den Aufbau regionaler und nationaler Kommunikationsnetzwerke zu unterstützen.
Die Förderung des Projekts erfolgt durch Mittel der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Diese Initiative unterstützt Projekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern. Ziele sind der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft, der Schutz von Kohlenstoffsenken wie großen Waldgebieten und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Hierfür stehen dem BMU jährlich 120 Millionen Euro aus der Versteigerung von Emissionsrechten im Rahmen des Europäischen Emissionshandels zur Verfügung.