Herausforderungen und Lösungsansätze im Zierpflanzenbau
Die deutsche Zierpflanzenbranche sieht sich aufgrund der aktuellen Einschränkungen mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Produzenten, Händler und Vermarkter von Blumen, Pflanzen und Gehölzen stehen zusammen, um die Auswirkungen der Krise abzufedern. Die wichtigste Vermarktungszeit des Jahres ist stark beeinträchtigt, was viele Betriebe an ihre Existenzgrenze bringt.
Zusammenarbeit der Branchenverbände
Verschiedene Verbände haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln und den Absatz heimischer Produkte zu fördern. Dazu gehören der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), der Industrieverband Garten (IVG), der Verband Deutscher Garten-Center (VDG), der Zentralverband Gartenbau (ZVG) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB). Unterstützt werden sie von der Landgard EG, dem Verband des deutschen Blumen-, Groß- und Importhandels (BGI) und der Vereinigung der deutschen Blumengroßmärkte (VDB).
Die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen den Zierpflanzenbau zu Beginn des Frühjahrs besonders hart. In den Monaten März bis Mai werden in Deutschland schätzungsweise 38 Prozent des Jahresumsatzes und rund 47 Prozent der Gesamtmenge an Blumen und Pflanzen umgesetzt. Die Gewächshäuser sind derzeit mit qualitativ hochwertigen Produkten gefüllt, die nun schwer abzusetzen sind.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Forderungen
Eine aktuelle Sonderumfrage zur Geschäftslage der Zierpflanzenproduzenten zeigt, dass über 50 Prozent der Befragten von stornierten Aufträgen berichten. Fast 80 Prozent erwarten sinkende Umsätze. Die Verbände auf Bundes- und Landesebene arbeiten eng mit Politik und Ministerien zusammen, um Wege aus der Krise zu finden. Dabei wird betont, dass die Lasten nicht einseitig verschoben werden dürfen, sondern von der gesamten Branche getragen werden müssen.
