Großes Publikumsinteresse an nachhaltigen Gartenkonzepten und GaLaBau-Trends
Rund 20.000 Besucher nutzten am 22. September 2019 die Gelegenheit, sich beim Baustellenfest über den Fortschritt der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 zu informieren. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll das große öffentliche Interesse an dem entstehenden Großprojekt im Garten- und Landschaftsbau.
Auf dem etwa 27 Hektar großen Gelände im Nordwesten der Stadt entsteht seit 2017 ein neuer Landschaftspark. Unter dem Motto „Inspiration Natur“ öffnet die Landesgartenschau vom 24. April bis 4. Oktober 2020 ihre Tore.
GaLaBau-Betriebe präsentieren Themengärten
Ein zentraler Anlaufpunkt war der Stand des Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern). Dort wurden die Planungen für die Themengärten vorgestellt, die als wichtige Besuchermagnete gelten. Insgesamt entstehen neun Schaugärten auf über 2.000 Quadratmetern.
Die Projekte zeigen praxisnah, wie nachhaltige und ressourcenschonende Gartengestaltung umgesetzt werden kann. Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtner und der Produktionsgartenbau arbeiten dabei eng zusammen.
Vielfalt an Gestaltungskonzepten
Die beteiligten Fachbetriebe setzen unterschiedliche Schwerpunkte und demonstrieren vielfältige Gestaltungsideen. So kombiniert der „Nachhaltige Garten“ von Garten- und Landschaftsbau Fiedler regionale Materialien, barrierefreie Wege und eine standortgerechte Bepflanzung mit Nutz- und Zierpflanzen.
Die „Ideenschmiede im Freiraum“ setzt auf kreative Elemente wie einen bepflanzten Schaukeltisch und einen zentralen Kubus. Im Garten „Leben im Fluss“ prägen geschwungene Wege, Wasserbereiche und funktionale Aufenthaltszonen das Bild.
Weitere Konzepte reichen vom bayerisch geprägten Garten „Ein-Blick ins Paradies Weiss-Blau“ mit Schwimmteich und Saunahaus bis hin zu innovativen Ansätzen wie der optischen Vergrößerung von Freiräumen oder der konsequenten Wiederverwendung von Materialien.
Nachhaltigkeit und Klimaanpassung im Fokus
Viele Themengärten greifen aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenschonung auf. Der Einsatz langlebiger Materialien, Recyclingkonzepte und standortangepasster Pflanzen spielt dabei eine zentrale Rolle.
Beispiele sind der „Gebrauchte Garten“ mit recycelten Baustoffen oder der Klimawandelgarten „Manche mögen’s heiß“, der hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen in den Mittelpunkt stellt. Auch Aspekte wie Selbstversorgung und Lebensräume für Insekten werden integriert.
Praxisnahe Inspiration für Betriebe und Besucher
Die Themengärten bieten nicht nur ästhetische Eindrücke, sondern liefern konkrete Anregungen für die Praxis im Garten- und Landschaftsbau. Besucher erhalten Einblicke in moderne Gestaltungskonzepte und nachhaltige Bauweisen.
Das Baustellenfest zeigte bereits im Vorfeld der Ausstellung, welche Bedeutung die Landesgartenschau als Plattform für Innovation, Austausch und Inspiration innerhalb der Branche hat.
