Gärtnerischer Nachwuchs in Schleswig-Holstein freigesprochen

Aus- und WeiterbildungVerbände und Organisationen

In Neumünster wurden 174 gärtnerische Nachwuchskräfte feierlich freigesprochen. Darunter waren 135 Gärtner und 39 Werker, die ihre Ausbildung 2014 erfolgreich abschlossen. Die Landwirtschaftskammer und der Berufsstand würdigten die Absolventen.

Feierliche Freisprechung in Neumünster

In Neumünster wurden 174 gärtnerische Nachwuchskräfte im Rahmen einer Feierstunde von der Landwirtschaftskammer und dem gärtnerischen Berufsstand freigesprochen. Unter den Absolventen befanden sich 135 Gärtnerinnen und Gärtner sowie 39 Werkerinnen und Werker im Gartenbau, die ihre Ausbildung im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Urkundenübergabe erfolgte durch Peter Levsen Johannsen, Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Mirko Martensen, Vizepräsident des Fachverbandes für den Garten- und Landschaftsbau, Axel Huckfeldt, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen, sowie Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord.

Absolventen nach Fachrichtungen

Die freigesprochenen Nachwuchskräfte verteilen sich auf verschiedene Fachrichtungen:

  • Baumschule: 32 Absolventen
  • Friedhofsgärtnerei: 17 Absolventen
  • Garten- und Landschaftsbau: 79 Absolventen
  • Gemüsebau: 8 Absolventen
  • Staudengärtnerei: 2 Absolventen
  • Zierpflanzenbau: 36 Absolventen

Peter Levsen Johannsen hob in seiner Ansprache die hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Gärtnerinnen und Gärtnern auf dem Arbeitsmarkt hervor. Er betonte die Vielseitigkeit des Berufs und die Notwendigkeit kontinuierlicher Weiterbildung.

Auszeichnung der Jahresbesten

Traditionell wurden die besten Absolventen der einzelnen gärtnerischen Fachrichtungen geehrt:

  • Baumschule: Robin Zschage (Baumschule Zorn, Tangstedt)
  • Friedhofsgärtnerei: Kristina David (Friedhofsgärtnerei Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein, Kiel)
  • Garten- und Landschaftsbau: Marcel-Christopher Schmöcker (Garten- und Landschaftsbau Stadt Norderstedt)
  • Gemüsebau: Elena Sophie Usinger (Gemüsebau Karotte & Co, Hemdingen)
  • Staudengärtnerei: Thorvin Stasiak (Staudengärtnerei Schwermer, Flemhude)
  • Zierpflanzenbau: Melina Siegmann (Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abt. Gartenbau Ellerhoop)

Elena Sophie Usinger, die beste Auszubildende des gesamten Gartenbaus, erhielt zusätzlich einen Weiterbildungsgutschein in Höhe von 500 Euro, überreicht von Jan-Peter Beese, Vorstandsmitglied der Thea Tietgen und Bruno Tietgen Stiftung.

Ausbildungsbetrieb des Jahres

Erstmals wurde ein Ausbildungsbetrieb des Jahres im Gartenbau ausgezeichnet. Die Rolf Westphal GmbH & Co KG aus Lübeck erhielt diese Ehrung für ihr Ausbildungsengagement. Inhaber Frank Westphal und Ausbilder André Strube nahmen die Auszeichnung entgegen.

Arno Carstensen, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer, führte aus:

Mit der Auszeichnung des Ausbildungsbetriebes des Jahres wollen die gärtnerischen Berufsverbände, die Gewerkschaft IG BAU, der Verein Ehemaliger der Norddeutschen Fachschule und die Junggärtner in gemeinsamer Aktion mit der Landwirtschaftskammer das große Ausbildungsengagement sichtbar machen. In Schleswig-Holstein wird in 320 aktiven Ausbildungsbetrieben gemeinsam mit den 6 Berufsschulen der gärtnerische Nachwuchs im Gartenbau ausgebildet. Alle Beteiligte investieren Zeit, Kraft und oft auch viel Herzblut in die Entwicklung der jungen Menschen.

Der Betrieb Rolf Westphal GmbH & Co KG zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Fachkräften aus. Die Jury würdigte das Engagement für die Ausbildung sowie die Vielseitigkeit und Qualität der landschaftsgärtnerischen Arbeiten. Das Unternehmen hat bisher 30 Auszubildende erfolgreich ausgebildet, darunter Jan Pascal Hartmann, Patrick Schmidt und Lennart Schöß, die in diesem Jahr freigesprochen wurden.

Ausbildung im Gartenbau in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind rund 2.000 Gartenbaubetriebe mit 12.000 Arbeitskräften tätig. Der Produktions- und Dienstleistungsgartenbau erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 820 Millionen Euro und stellt somit einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Zur Sicherung dieser Wirtschaftskraft ist der Gartenbau auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte angewiesen.

Aktuell werden in 320 Betrieben 600 Jugendliche zu Gärtnern und Werkern im Gartenbau ausgebildet. Die Ausbildungszahlen des Vorjahres konnten auch 2014 erreicht werden. Der Beruf des Gärtners wird als vielseitig, anspruchsvoll, verantwortungsvoll und kreativ beschrieben, der der Natur und den Menschen dient. Gärtner tragen durch ihr Fachwissen und ihre Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

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