Innovative Gartenkunst aus aller Welt
Für die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 entstehen in den Gärten der Welt internationale Gartenkabinette. Diese sollen zeitgenössische und innovative Ansätze der Gartenkunst präsentieren. Die Gestaltungskonzepte wurden von Landschaftsarchitekten aus verschiedenen Ländern entwickelt.
Die Geschäftsführung der IGA stellte die Entwürfe gemeinsam mit Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, und Till Rehwaldt, Präsident des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), vor.
Die Städte leben von den Menschen, die sie gestalten. Ich freue mich, dass wir heute schon Gastgeber sein dürfen für Landschaftsarchitektinnen und -architekten aus der ganzen Welt, die ihre Ideen und Arbeiten in Berlin realisieren und diese Stadt ab 2017 auch mitprägen werden. Die in einem kuratierten Verfahren und in Zusammenarbeit mit dem Callwey Verlag ausgewählten Landschaftsarchitektinnen und -architekten zählen zu den Besten ihres Fachs. Für die Präsentation ihrer Entwürfe reisten sie aus Australien, Brasilien, Chile, China, Frankreich, Großbritannien, Libanon, Südafrika und Thailand nach Berlin.
Christoph Schmidt ergänzte, dass die neuen Gartenbilder im Dialog zu den bestehenden, traditionellen internationalen Gärten stehen. Sie sollen zeitgenössische internationale Tendenzen in der Gartenkunst aufzeigen.
Der kulturell und regional unterschiedliche Hintergrund der Landschaftsarchitekten soll in den Gärten sichtbar werden. Ein Beispiel ist der Beitrag von Teresa Moller aus Chile, der eine moderne Formensprache mit Steinen aus ihrem Heimatland verbindet. Der britische Landschaftsarchitekt Tom Stuart-Smith säte persönlich die ersten Stauden und Gräser für seinen Garten, der das Spannungsfeld zwischen wildem Wachstum und gelenkter Gestaltung thematisiert.
Die internationalen Gartenkabinette sind als dauerhafte Attraktion der Internationalen Gartenausstellung geplant. Jeder der neuen Gärten umfasst 380 Quadratmeter und ist über einen durchgehenden Weg miteinander verbunden. Mannshohe Hecken aus Hainbuchen grenzen die einzelnen Gärten ab, um den Besuchern eine konzentrierte Betrachtung zu ermöglichen.
Zusätzlich wird ein Garten von dem Künstler Martin Kaltwasser gestaltet. Sein "Los Angeles Garten" setzt sich kritisch mit der Verdrängung von Natur in Städten auseinander. Dies wird durch eine detailgetreu nachgebaute kleine Garteninsel dargestellt, die er in L.A. vor einer Shopping-Mall, umgeben von Asphalt und parkenden Fahrzeugen, entdeckte.
Bis 2017 werden die Gärten der Welt in ihrer Fläche verdoppelt. Die Internationalen Gartenkabinette sind Teil dieser Erweiterung. Die Finanzierung der touristischen Geländeerschließung und der Umsetzung des Masterplans erfolgt durch die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ mit Bundes- und Landesmitteln sowie durch Kofinanzierung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
Die Entwürfe für die neuen Gärten werden ab dem 15. Mai in einer Ausstellung in der IGA-Markthalle am Blumberger Damm 130 gezeigt. Die Ausstellung ist montags bis freitags (außer an Feiertagen) von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.
