33 neue Landschaftsgärtner
An der DEULA Bayern in Freising haben 33 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung zum Gärtner beziehungsweise zur Gärtnerin der Fachrichtung Garten- & Landschaftsbau erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der traditionellen Freisprechungsfeier am 21. Februar 2019 wurden sie offiziell von den Rechten und Pflichten ihrer Ausbildungszeit entbunden.
Martin Gaissmaier, Mitglied des erweiterten Präsidiums im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern), nahm die Freisprechung vor. Rund 90 Gäste waren im Berufsbildungszentrum anwesend, um die Absolventinnen und Absolventen zu würdigen.
Würdigung der Leistungen und gute Perspektiven
Marc Schlegel, Betriebsleiter der DEULA Bayern in Freising, sowie Angela Vaas, Leiterin der Abteilung Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut, begrüßten die Gäste und gratulierten zu den bestandenen Prüfungen. Auch Prof. Dr. Silke Rossipal-Seifert, Beauftragte für den dualen Studiengang Landschaftsbau und -Management an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, betonte die sehr guten Berufsaussichten im Garten- & Landschaftsbau.
Unter den Freigesprochenen befanden sich auch zwölf Studierende des dualen Studiengangs Landschaftsbau und -Management an der HSWT. Mit der Übergabe der Abschlusszeugnisse und Berufsurkunden erreichte die Feier ihren Höhepunkt.
Appell für mehr Artenvielfalt
In seinem Grußwort griff Martin Gaissmaier das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ auf. Die hohe Beteiligung zeige das starke gesellschaftliche Interesse an Grün- und Umweltfragen. Verantwortung für mehr Biodiversität liege jedoch nicht allein bei der Landwirtschaft, sondern bei vielen Akteuren.
„Wir erleben immer wieder, dass Eigentümer ihre Vorgärten mit versiegelndem Betonpflaster und vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen gestalten. Die allenfalls mit vereinzelten Solitärgräsern oder Buchskugeln bepflanzten Steinwüsten begünstigen sicherlich nicht die Artenvielfalt und bieten keine Lebensräume für Insekten. Diese Haltung macht auch das Sankt-Florians-Prinzip deutlich, wonach immer andere etwas für die Natur machen sollen", beschreibt Gaissmaier seine Beobachtungen.
„Mit der seit zwei Jahren laufenden Initiative „Rettet den Vorgarten" wirken wir verbandseitig diesem Trend zur Verschotterung entgegen und setzen uns damit auch für mehr Artenvielfalt ein", ergänzt das Präsidiumsmitglied im VGL Bayern.
„Helfen Sie mit, wo es möglich ist, sei es bei der Planung, der Pflege oder dem Bau von Haus- und Vorgärten, einer Grünanlage im kommunalen Bereich oder in der freien Landschaft, die Anlagen zum Blühen zu bringen. Setzen Sie Ihr Wissen, Ihre Überzeugungskraft und Ihr handwerkliches Geschick ein, um naturnahe Räume zu schaffen."
Mit dem Abschluss übernehmen die neuen Fachkräfte auch Verantwortung für die Zukunft des Berufsstandes – etwa durch Engagement in der Ausbildung kommender Generationen.
Auszeichnungen für besondere Leistungen
Die besten Prüfungsergebnisse erzielten Lena Lenzewski (Gaissmaier Landschaftsbau GmbH & Co. KG, Freising), Jonas Schade (Gerd Virgens Landschaftsbau GmbH, Markt Schwaben) und Philipp Dietz (Natur + Stein Landschaftsbau GmbH, Dresden). Sie wurden im Namen des VGL Bayern mit einer besonderen Auszeichnung und einer Profigartenschere geehrt.
Für sein langjähriges Engagement in der Ausbildung erhielt Hubert Fischer, Geschäftsführer der Hubert Fischer Garten- und Landschaftsbau GmbH in Söchtenau, eine Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Seit über 25 Jahren bildet er im Beruf Landschaftsgärtner/-in aus und engagiert sich zudem im Prüfungsausschuss. Der VGL Bayern würdigte diesen Einsatz zusätzlich mit einem Buchpräsent.


