Anerkennung für nachhaltiges Handeln im GaLaBau
Drei Garten- und Landschaftsbaubetriebe aus Baden-Württemberg wurden 2019 mit der Lea-Trophäe für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die Unternehmen Christoph Schweizer aus Esslingen, Hortus aus Grenzach-Wyhlen und Johannes Jeutter aus Göppingen erhielten diese Anerkennung für ihre Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR).
Die Lea-Trophäe, die unter der Schirmherrschaft von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg, sowie führenden Kirchenvertretern steht, würdigt Unternehmen, die gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam mit Kooperationspartnern aus dem Dritten Sektor angehen. Die Verleihung fand am 3. Juli 2019 im Neuen Schloss in Stuttgart vor rund 400 Gästen statt.
Die kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg zeigen mit ihren vielfältigen CSR-Aktivitäten, wie verantwortungsvolles Handeln und erfolgreiches Wirtschaften Hand in Hand gehen. Damit leistet die Wirtschaft einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung in unserem Land.
Von insgesamt 301 qualifizierten Bewerbungen um den Lea-Mittelstandspreis stammten 13 von Garten- und Landschaftsbaubetrieben des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg (VGL). Alle diese Betriebe erhielten eine Auszeichnung für ihr Engagement.
Beispielhafte Unternehmen 2019
Christoph Schweizer Garten- und Landschaftsbau e. K., Esslingen
In der Kategorie für Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitenden wurde Christoph Schweizer Garten- und Landschaftsbau ausgezeichnet. Der Betrieb kooperiert mit der Nikolauspflege, einer Einrichtung für blinde und sehbehinderte Menschen, und dem Deutschen Alpenverein Sektion Schwaben. Auszubildende des Unternehmens verbringen regelmäßig drei Tage in den Bergen, um Wanderwege rund um die Schwarzwasserhütte im Kleinwalsertal instand zu halten.
Ein besonderer Aspekt dieser Kooperation ist die gemeinsame Arbeit der Auszubildenden beider Seiten, verbunden mit Übernachtungen auf einer Berghütte. Dies fördert Achtsamkeit gegenüber anderen und der Natur. Auszubildende der Nikolauspflege können zudem Berufspraktika im Gartenbaubetrieb absolvieren. Ein ehemaliger Auszubildender der Nikolauspflege hat nach seiner Ausbildung sogar eine Vollausbildung zum Landschaftsgärtner bei Christoph Schweizer begonnen, die er im Sommer abschließt.
Hortus „Der Gärtner war’s" GbR, Grenzach-Wyhlen
Ebenfalls in der Kategorie für Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitenden wurde Hortus „Der Gärtner war’s" GbR geehrt. Der Betrieb legt Wert auf nachhaltige und ökologisch wertvolle Gartengestaltung. Regenerative Energienutzung ist ein zentrales Thema: Anfallender Grünschnitt wird zur Befeuerung des Holzofens in der Betriebshalle genutzt, und eine eigene Photovoltaikanlage versorgt akkubetriebene Maschinen und Fahrzeuge mit Strom.
Hortus engagiert sich auch sozial, indem jungen Flüchtlingen die Möglichkeit geboten wird, einen Beruf zu erlernen und sich zu integrieren. Seit April 2018 beschäftigt Hortus einen syrischen Flüchtling ohne Schulabschluss, der eine Ausbildung anstrebt. Dieser soll ab Herbst Mentor für einen weiteren Mitarbeiter mit Fluchterfahrung werden, der seine Ausbildung bei Hortus beginnt. Ziel ist es, auch dem syrischen Flüchtling den Weg in eine Ausbildung zu ebnen.
Johannes Jeutter, Göppingen
In der Kategorie für Unternehmen mit 20 bis 149 Mitarbeitenden wurde Johannes Jeutter aus Göppingen ausgezeichnet. Das Unternehmen setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Streuobst-Kulturlandschaft ein. Auf dem Gärtnereigelände wurde ein Wildobstpfad mit seltenen Wildobstsorten angepflanzt, der die Artenvielfalt fördert und Lebensraum für Insekten und Vögel schafft.
Im vergangenen Jahr experimentierte der Betrieb erfolgreich mit einem hohen Humusgehalt im Boden, um den Gießaufwand bei Neupflanzungen zu minimieren. Auf dem Wildobstpfad mussten Neupflanzen nur fünfmal gegossen werden, im Gemüsegarten mit mehr Kompost sogar nur viermal im gesamten Jahr. Das Familienunternehmen berät Landwirte inzwischen, wie sie sich durch richtige Bodenbearbeitung auf verstärkte Dürreperioden vorbereiten können.
Weitere ausgezeichnete GaLaBau-Bewerber
Neben den drei genannten Betrieben wurden folgende Garten- und Landschaftsbauunternehmen für ihr Engagement ausgezeichnet:
- Albrecht Bühler Baum und Garten GmbH
- Anita Hagg-Moser
- Garten Halter
- Garten-Stahl GmbH
- Haldenwanger GaLaBau
- Ostberg GmbH
- Otto Arnold GmbH
- Pfefferer Baumkultur GmbH
- TEAM GRÜN Garten- und Landschaftsbau
- wildigarten, Garten -und Landschaftsbau
