Auswirkungen der CO2-Bepreisung auf den Gartenbau
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) äußert Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen einer CO2-Bepreisung fossiler Energieträger auf den Gartenbau. Anlässlich der Vorstellung von drei Gutachten im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) betont der ZVG, dass ohne ausreichende Entlastungen oder Unterstützungsmaßnahmen ein erheblicher Strukturwandel in der Branche droht.
Die Auswirkungen einer CO2-Bepreisung auf fossile Energieträger wären für den Gartenbau dramatisch, insbesondere den Zierpflanzenbau und den Gemüsebau. Eine Kompensation auch im Sektor, beispielsweise über die Streichung der Stromsteuer, wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Der ZVG fordert, den energieintensiven Gartenbau generell von einer CO2-Bepreisung auszunehmen. Stattdessen seien andere Instrumente erforderlich, um den Gartenbau zu stärken und ihn bei der Einsparung von CO2 durch Energieeffizienz sowie der Umstellung auf regenerative Energieträger zu unterstützen. Der Verband verweist erneut auf das Bundesprogramm Energieeffizienz, das nachweislich Anreize für CO2-sparende Investitionen schafft.
Hintergrund der Diskussion
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) präsentierte am 5. Juli 2019 drei Gutachten zur Steuerung des CO2-Ausstoßes. Diese Gutachten konzentrieren sich auf die Auswirkungen auf private Haushalte und Möglichkeiten einer sozialverträglichen Kompensation. Die Auswirkungen auf Handel und Gewerbe, einschließlich des Gartenbaus mit seiner Unterglasproduktion, waren nicht Gegenstand dieser Gutachten. Das BMU weist jedoch auf die Notwendigkeit hin, Unternehmen bei klimafreundlichen Investitionen zu unterstützen.
