Naturschutz

„Lernort Natur – Kultur Fichtelgebirge“ als Umweltstation anerkannt

Der „Lernort Natur – Kultur Fichtelgebirge“ in Wunsiedel ist nun offiziell die achte staatlich anerkannte Umweltstation Oberfrankens. Die Einrichtung im Bürgerpark Katharinenberg wurde bereits 2008 gegründet und bietet umweltpädagogische Programme für alle Altersgruppen an.

Neue Umweltstation in Oberfranken: „Lernort Natur – Kultur Fichtelgebirge“

Oberfranken verfügt über eine neue Umweltstation. Der „Lernort Natur – Kultur Fichtelgebirge“ in Wunsiedel wurde offiziell als achte staatlich anerkannte Umweltstation in der Region bestätigt. Die Einrichtung im Bürgerpark Katharinenberg wurde bereits 2008 von der Stadt Wunsiedel gegründet.

"Der ‘Lernort Natur - Kultur Fichtelgebirge‘ ist bereits die achte Umweltstation in Oberfranken. Das zeigt die starke Verbundenheit der Region mit Natur und Heimat", so Huml.

Im Pavillon des Lernorts stehen Lehrmaterialien bereit, die Einblicke in die Besonderheiten der Wunsiedler Kulturlandschaft vermitteln. Ziel ist es, Wissen mit regionaler Identität zu verbinden und das Verständnis für natürliche Zusammenhänge zu fördern. Das Angebot richtet sich an Kinder, Schüler, Studierende sowie Bürger und Gäste der Stadt.

Das umweltpädagogische Programm verknüpft Natur, Regionalgeschichte und die traditionelle Nutzung von Bodenressourcen. Fachkundige Begleiter führen durch verschiedene Themenfelder und ermöglichen praxisnahe Erfahrungen. Zu den beteiligten Fachkräften gehören:

  • Naturwissenschaftler
  • Forstwirte
  • Landschaftspfleger
  • Jäger
  • Geoparkranger
  • Gartenbäuerinnen
  • Wanderführer

Sie erläutern Aspekte wie Gesteinsformationen, die Tierwelt, Kulturlandnutzung und die regionale Landschaftsentwicklung. Dabei wird die Verantwortung des Menschen für Natur und Umwelt thematisiert.

"Umweltbildung ist Zukunftssicherung. Gerade junge Menschen sind unsere Verbündeten im Umweltschutz. Sie können auch Erwachsenen gutes Vorbild sein", sagte Huml.

In Bayern hat Umweltbildung einen hohen Stellenwert. Jährlich finden rund 13.000 Veranstaltungen statt, die über eine halbe Million Menschen erreichen. Ziel ist die Vermittlung von Wissen und die Förderung einer langfristigen Wertschätzung für Natur und Landschaft.

"Denn nur was wir kennen, schätzen und schützen wir", so Huml.

Für Umweltbildungsprojekte stellt das zuständige Ministerium im Jahr 2011 etwa 3,2 Millionen Euro bereit. Umweltstationen werden von Verbänden & Organisationen, Vereinen, Kommunen oder kirchlichen Einrichtungen getragen. Eine staatliche Anerkennung erfordert ein fundiertes umweltpädagogisches Konzept sowie ein ausgewogenes, ganzjähriges Bildungsangebot für alle Altersgruppen.

Mit dem „Lernort Natur – Kultur Fichtelgebirge“ erhöht sich die Zahl der staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern auf 45. Zusätzlich tragen 120 Einrichtungen das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“. Diese Entwicklung verdeutlicht für Kommunen und Akteure im Garten- & Landschaftsbau die wachsende Bedeutung qualifizierter Umweltbildung für eine nachhaltige Regional- und Freiraumentwicklung.

26.03.2011

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