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Machbarkeitsstudie zur BUGA 2031 im Mittelrheintal vorgestellt

Die Machbarkeitsstudie für die Bundesgartenschau (BUGA) 2031 im Mittelrheintal wurde präsentiert. Sie konkretisiert die Umsetzung einer BUGA über 67 Rheinkilometer und befasst sich mit Inszenierung, Stadtsanierungen und der Inwertsetzung von Zwischenräumen im Welterbe.

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die BUGA 2031

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die Bundesgartenschau (BUGA) 2031 im Mittelrheintal wurden auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz präsentiert. Die Studie wurde von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, der ift Freizeit– und Tourismusberatung GmbH, dem Entwurfsbüro für Architektur und Städtebau, De Zwarte Hond GmbH und der Werbeagentur Runze & Casper GmbH, Berlin, erarbeitet.

Roger Lewentz, Staatsminister im Ministerium des Innern und für Sport, Frank Puchtler und Dr. Marlon Bröhr, beide Vorsteher des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, Thomas Metz, Generaldirektor des GDKE, und Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG), stellten die Ergebnisse vor. Die Studie, basierend auf einer Vorstudie von 2016, konkretisiert die Umsetzung einer BUGA über 67 Rheinkilometer, zwei Bundesländer, fünf Landkreise und 50 Gemeinden. Sie befasst sich mit der Inszenierung der Schau, Stadtsanierungen, der Modernisierung von Uferregionen und der Inwertsetzung von Zwischenräumen im Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Ziele und Schwerpunkte der BUGA 2031

Die BUGA soll sich auf vier Kernziele konzentrieren:

  • Umbau zu einer modernen öffentlichen Infrastruktur, die zum Verweilen am Rhein einlädt.
  • Schaffung neuer, zukunftssicherer Arbeitsplätze für junge Menschen in der Welterberegion.
  • Erhaltung und Entwicklung einer Baukultur, die historischen Charme mit modernem Leben verbindet.
  • Entwicklung barrierefreier, moderner und innovativer Geschäftsmodelle im Tourismus, der Gastronomie und Hotellerie zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.

Drei Schwerpunkte sind für die BUGA 2031 vorgesehen: Im nördlichen Teil die Region um Koblenz und Lahnstein, in der Mitte des Tals der Loreleyfelsen und St. Goarshausen, und im südlichen Abschnitt der Niederwald in Rüdesheim sowie das Kulturufer in Bingen. Dort sind zentrale Ausstellungsflächen für Großveranstaltungen und Sammelparkplätze geplant. Ein Mobilitätskonzept sieht den Einsatz von Wassertaxis vor, um Besucher zu den Ausstellungsorten zu bringen.

Der Rhein spielt eine zentrale Rolle: Schwimmende Blumenhallen oder ein Badeschiff könnten an verschiedenen Orten festmachen. Weitere Ideen umfassen Hotel-, Gastronomie- oder Bühnenschiffe. Die drei Ausstellungsschwerpunkte sollen je nach Jahreszeit unterschiedlich bespielt werden: das nördliche Tal zur Kirschblüte, das zentrale Tal mit Blütenpracht im Sommer und das südliche Tal mit den Weinbergen im Herbst. Die Uferbereiche von Lahnstein bis zum Rheinvorland in Braubach sollen ebenfalls aufgewertet werden.

Regionale Entwicklung und Investitionen

Im zentralen Teil steht die Weiterentwicklung des Loreleyplateaus mit Talanbindung im Fokus. Oberhalb von Rüdesheim sind Investitionen in das Umfeld des Niederwalddenkmals und des Osteinschen Landschaftsparks geplant. Kleinere Orte sollen durch traditionelle Weinfeste und Kulturveranstaltungen wie die Lorcher Kulturtage profitieren. Eine Vernetzung über Wanderwege soll die Landschaft erlebbar machen, was als „Wanderbare BUGA“ bezeichnet wird.

Die gesamte Region soll bespielt werden: auf dem Fluss, im Tal, an den Hängen und auf den Höhenzügen. Staatsminister Lewentz betonte die langfristigen Effekte:

Jeder Euro, der in BUGA-Projekte fließt, wird noch rund 25 Jahre nachwirken.

Die BUGA soll einen Modernisierungsschub für die Welterbe-Region bringen. Thomas Metz von der GDKE ergänzte:

Wir sind kein Welterbe-Museum, sondern haben mit einer BUGA die Chance das Tal auch für kommende Generationen lebendig zu erhalten.

Lewentz zitierte zudem die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer:

Die BUGA wird die Attraktivität des Flusstals so weit erhöhen, das wir mit Boom-Regionen wie im Alpenvorland oder an der Ostsee locker mithalten können.

Finanzierung und Zeitplan

Die kalkulierten Kosten belaufen sich auf 108 Millionen Euro. Bei 1,8 Millionen erwarteten Besuchern werden Einnahmen von 38,7 Millionen Euro prognostiziert. Die restlichen Kosten sollen von den beteiligten Kommunen sowie den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen getragen werden. Bereits im kommenden Jahr sind Investitionen in die Infrastruktur geplant, darunter die Sanierung des Hafenkrans in St. Goarshausen im Rahmen der BUGA-Vorbereitungen.

Bis zur Eröffnung der BUGA soll der Ausbau von Breitband und mobilem Internet (LTE-Hochleistungs-Mobilfunk) vorangetrieben werden. Die Gemeinden im Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal werden am 28. November über die 500 Seiten umfassende Studie beraten. Die Bewerbung bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH ist für den 18. Januar 2018 vorgesehen.

21.11.2017

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