Lebende Fossilien mit Geschichte und Rückkehr in unsere Gärten
Magnolien sind lebende Fossilien, die vor Jahrmillionen auch in unseren Breiten wuchsen. Durch die Eiszeiten wurden sie nach Ostasien, Nordamerika und ins nördliche Südamerika verdrängt. Heute finden sie als Ziergehölze ihren Weg zurück in Parks und Gärten. Es dauert zwar eine Weile, bis eine neu gepflanzte Magnolie den stattlichen Habitus alter Exemplare erreicht, doch zur Blütezeit verwandeln diese Gehölze ihre Umgebung in verwunschene Traumwelten.
Vorteile für kleine Gärten und Gefäße
Der verhaltene Wuchs der Magnolien ist ein Vorteil für Stadtgärtner, da auch Pflanzenliebhaber mit kleinen Grundstücken nicht auf die Blütenpracht verzichten müssen. Zudem benötigen Magnolien keinen Schnitt. Viele Sorten eignen sich auch für große Pflanzgefäße auf Terrasse und Balkon. Dazu gehören lilienblütige Purpur-Magnolien wie 'Nigra', 'Betty' oder 'Jane' (Magnolia liliiflora).
Vielfalt der Blütenpracht
Die Purpur-Magnolie begeistert mit Farben von Magenta bis Purpurviolett. Die ebenfalls im April blühende Tulpen-Magnolie (Magnolia soulangeana) zeigt sich in Cremeweiß oder zartem Rosa. Die Stern-Magnolie (Magnolia stellata) entfaltet ihre duftenden, reinweißen oder rosa überhauchten Blüten bereits ab März. Diese drei Arten gehören zu den am häufigsten gepflanzten Magnolien.
Darüber hinaus gibt es weitere Varianten, darunter im Sommer blühende Arten, Baumriesen für große Gärten oder immergrüne Magnolien.
