Wiedenmann-Technik im Einsatz beim Hong Kong Jockey Club
Der deutsche Maschinenbauer Wiedenmann profitiert vom asiatischen Wirtschaftsboom und exportiert professionelle Anbaugeräte zur Rasenpflege in 16 Länder der Region. Insbesondere China setzt auf westliche Spitzentechnik, die auch bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong zum Einsatz kommt.
In Hongkong ist der Hong Kong Jockey Club (HKJC) eine renommierte Einrichtung für Pferdesport, der Teil der olympischen Disziplinen ist. Der Club wurde 1884 gegründet und ist heute mit fast 25.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber vor Ort. Er zahlt jährlich rund 1,1 Milliarden Euro Steuern und unterstützt Hilfsprojekte in erheblichem Umfang. Die Einnahmen stammen aus Wetteinsätzen, und der Club legt Wert auf hohe Qualität bei der Pflege seiner Anlagen.
Für die Rasenpflege hat die Wiedenmann GmbH aus Rammingen unter anderem Rasenkehrmaschinen des Typs Super 500 geliefert. Diese Anbaugeräte sind für Kompakttraktoren konzipiert.
Die Geräte werden nicht allein zur Grasaufnahme eingesetzt. Der Club geht nach Trainingsläufen und Rennen damit über die Bahn, um alles aufzusaugen, was dort nicht hingehört.
Dies erklärt Clemens Cheung vom chinesischen Importeur in Kowloon. Der HKJC strebt einen "sauberen" Rennbetrieb an, um aufwirbelnde Gräser und Staub zu vermeiden.
Claudia Effmert, Produktmanagerin bei Wiedenmann, ergänzt, dass eine ausgeklügelte Luftführung die Staubemission reduziert, was sowohl der Umwelt als auch dem Fahrer zugutekommt. Die Super 500 wird laut Cheung auch wegen ihres vergleichsweise leisen Betriebs geschätzt, ein wichtiger Aspekt für Betreiber in urbanen Gebieten. Andere zuvor oder parallel genutzte Geräte böten diese Vorteile nicht.
Bei 78 Rennen pro Saison ist das Gerät nahezu dauerhaft im Einsatz. Die Super 500 ist laut Wiedenmann ein Bestseller und wurde für Park- und Freizeitanlagen, extensiv gepflegte Grünflächen, Ökowiesen, Sportbetriebe und Golfplätze entwickelt. Die Maschine ist vielseitig einsetzbar und beherrscht neben dem Laubsaugen auch Kehren, Vertikutieren und Schlegelmähen. Anwender legen Wert auf diesen Zusatznutzen zur Steigerung der Auslastung und Rentabilität des Maschinenparks.
Das positive Urteil des HKJC wird durch die Konstruktion der Super 500 gestützt: Wiedenmann setzt auf eine Parallelogrammführung des 1600 mm breiten Kehrkopfes, wodurch die Werkzeuge stets in optimaler Arbeitsposition bleiben, auch in unebenem Gelände.
Je nach Bedarf kann der Anwender zwischen einem Bürstenkehrkopf für Kehren und Aufsammeln sowie einem Multi-Pflegekopf wählen. Eine integrierte Hochentleerung bis 210 cm ist ebenfalls vorhanden. Der 2,5 m³ fassende Behälter lässt sich in jeder gewünschten Aushubhöhe entleeren, was eine Zeitersparnis bedeutet, da der Behälter nicht vorab in die höchste Position gehoben werden muss.
Die hydraulische Bedieneinheit der Super 500 ist vom Schleppersitz aus bequem erreichbar, optional auch ferngesteuert. Die Maschine ist leise und schont den Rasen durch eine geringen Bodendruck ausübende Bereifung. Eine Pendelachse mit bis zu vier Rädern sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung. Der HKJC sieht sich mit der Super 500 optimal für die Olympischen Spiele vorbereitet, da das Gerät die Anforderungen an Arbeitsqualität erfüllt und Vorteile in Bezug auf Variabilität, leisen Betrieb und Schonung bietet.
