Naturschutz

Mehr Streuobstwiesen für die Artenvielfalt in Bayern

Eine landesweite Baumpflanzaktion in Bayern soll die Bedeutung von Streuobstwiesen für die Artenvielfalt hervorheben. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber startete die Initiative in Rohrdorf mit der Pflanzung eines Baumes.

Bedeutung und Förderung von Streuobstwiesen in Bayern

Im Rahmen der Aktion werden bayernweit an allen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Obstbaum-Pflanzaktionen und Informationsveranstaltungen durchgeführt. Streuobstwiesen prägen in vielen Regionen die Kulturlandschaft und gelten als Indikator für eine intakte Natur, hohe Biodiversität und hochwertige Produkte.

Solche Obstbaum-Pflanzaktionen und Informationsveranstaltungen werden heuer bayernweit an allen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt. „Streuobstwiesen prägen in vielen Regionen das Bild unserer Kulturlandschaft und stehen für eine intakte Natur, hohe Biodiversität und gesunde, hochwertige Produkte“, sagte die Ministerin. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Bayern. Rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten kommen dort vor.

Sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Bayern und beherbergen rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten. Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein der Bevölkerung für den Streuobstanbau zu schärfen und dem Rückgang dieser Wiesen entgegenzuwirken. Begleitende Kampagnen und Informationen der Landesanstalten sowie weiterer Einrichtungen der Landwirtschaftsverwaltung sollen den Absatz von Streuobstprodukten wie Fruchtsaft, Honig, Konfitüren und Edelbränden fördern.

Schwerpunkt Biodiversität in der Land- und Forstwirtschaft

Die Pflanzaktion markiert den Beginn des Themenschwerpunkts Biodiversität, den die Landwirtschafts- und Forstverwaltung in den Jahren 2019 und 2020 setzt. Unter dem Motto „Unser Auftrag: Erzeugung gestalten – Arten erhalten“ finden bayernweit Veranstaltungen statt, die sich mit der Verbesserung der Artenvielfalt befassen. Auch in der Beratung und Weiterbildung von Land- und Forstwirten wird die Biodiversität eine zentrale Rolle spielen.

„Wir wollen unsere Landwirte und Waldbesitzer, aber auch Verbraucher, Gartenbesitzer, Kommunen, Schulen und Verbände verstärkt für dieses wichtige Thema sensibilisieren und zeigen, was jeder einzelne in seinem Bereich für den Artenschutz tun kann“, sagte Ministerin Kaniber.

Die Initiative zielt darauf ab, Landwirte, Waldbesitzer, Verbraucher, Gartenbesitzer, Kommunen, Schulen und Verbände für den Artenschutz zu sensibilisieren und individuelle Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

06.04.2019

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