Kooperation für nachhaltige Entwicklung an der Aller
In Verden wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), Peter Bohlmann, Landrat des Landkreises Verden, und Jörg-Andreas Krüger, Präsident des NABU, unterzeichnet. Diese Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit der drei Partner bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen in und an der Bundeswasserstraße Aller.
Als größter Nebenfluss der Weser und attraktiver Natur- und Lebensraum hat die Aller eine große Bedeutung für die Region. Die Aller ist ein Fluss mit einem hohem Entwicklungspotential. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Renaturierungsprojekte im Einklang mit der Schifffahrt und anderen Nutzern voranzutreiben. Die Kooperationsvereinbarung ist die ALLERbeste Voraussetzung für eine nachhaltige ökologische Vielfalt an der Aller.
Die Umsetzung der Maßnahmen im Gewässer und am Ufer soll künftig durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, vertreten durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser, erfolgen. Die Kooperationsvereinbarung bildet zudem die Basis für einen noch zu schließenden Vertrag zwischen dem Landkreis Verden und dem NABU. Dieser Vertrag soll die gemeinsame Beantragung von Fördermitteln im Förderprogramm Auen innerhalb des Bundesprogrammes „Blaues Band Deutschland“ für gemeinsame Maßnahmen in der Flussaue ermöglichen.
Chancen für Ökologie und Tourismus in der Allerregion
Durch das Projekt wird eine Entwicklung für die Aller angestoßen, die nicht nur die ökologischen Verhältnisse in der Niederung befördern, sondern auch gleichzeitig die Chance bietet, mittelfristig die Bedingungen für einen nachhaltigen Tourismus, den Hochwasserschutz und eine standortangepasste Landwirtschaft zu verbessern.
Eine Aufnahme in das Förderprogramm Auen, im Rahmen des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland, könnte die Aller als wichtigstes Verbindungsgewässer zwischen Nordsee und Harz zu einem Biotopverbund von nationaler Bedeutung entwickeln. Dies würde eine fach- und ressortübergreifende, nachhaltige Entwicklung von Fluss und Aue ermöglichen.
Der NABU steht für Mensch und Natur. Hier an der Aller haben wir die große Chance zu zeigen, wie gut beides zusammenpasst. Wir haben gemeinsam die Grundlagen für eine naturnähere Entwicklung der Aller gelegt und wollen dieses Vorhaben auch gemeinsam umsetzen. Der Weg bis hierher ist beispielhaft und macht die Aller-Kooperation zu etwas Besonderem.
