Feierliche Ehrung der bayerischen Gartenbau-Meister
Am 25. Juli 2024 fand in Kirchheim bei München die Meisterfeier des bayerischen Gartenbaus statt. Insgesamt 152 Frauen und Männer aus verschiedenen Fachrichtungen erhielten ihre Meisterbriefe, darunter 106 Absolventen aus dem Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau).
Die besten Ergebnisse in den GaLaBau-Meisterprüfungen erzielten Lena Kurz aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, Florian Hamberger aus München und Valentin Haab aus dem Landkreis Unterallgäu. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) würdigte ihre Leistungen mit Sachpreisen. Bürgermeister Stephan Keck und Amtschef Hubert Bittlmayer hoben die Bedeutung der Meister für die grüne Branche hervor.
Die jährliche Meisterfeier wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, dem VGL Bayern, dem Bayerischen Gärtnerei-Verband (BGV) sowie dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) Landesverband Bayern ausgerichtet. Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern, begrüßte über 400 Gäste im neuen Bürgersaal der Gemeinde Kirchheim und gratulierte den Absolventen.
Der Gartenbau hat eine lange Tradition und ist essenzieller Bestandteil unserer Kultur im Freistaat. Gärten und Parks sind jedoch nicht nur Orte der Erholung und Schönheit, sondern ebenso wichtige Lebensräume für Mensch, Tier und Pflanze. Die Landesgartenschau hier in Kirchheim ist ein hervorragendes Beispiel dafür.
Freisprechung und Auszeichnung der Prüfungsbesten
Höhepunkte der Veranstaltung waren die traditionelle Freisprechung der Gärtnerinnen und Gärtner durch Christian Prentl, Ausbildungsausschussvorsitzender des BGV, sowie die anschließende Übergabe der Meisterbriefe. 27 Jahrgangsbeste erhielten den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Alle Absolventen mit Wohn- oder Betriebssitz im Freistaat erhielten zudem den mit 3.000 Euro dotierten Meisterbonus.
Von den 152 Absolventen spezialisierten sich 106 im GaLaBau, 22 im Gemüsebau, 12 im Zierpflanzenbau, 10 im Bereich Baumschule und zwei in der Staudengärtnerei. Zusätzlich beendeten zwei Fachagrarwirte Baumpflege ihre Weiterbildung. Das Interesse an den bayerischen Gartenbau-Fachschulen zeigte sich auch darin, dass 22 Personen aus anderen Bundesländern und zwei aus anderen Staaten stammten.
Besonders hervorgehoben wurden die Leistungen von Lena Kurz von der Firma Johannes Walch Garten- und Landschaftsbau in Moorenweis, Florian Hamberger von der Landeshauptstadt München und Valentin Haab von der Gärtnerei Haab in Markt Wald. Diese GaLaBau-Meister wurden vom VGL Bayern mit Buchpreisen ausgezeichnet. Bei den Fachagrarwirten Baumpflege wurden Svenja Steinle von der Stadt Augsburg und Patrick Hörber vom Fachbetrieb Garten Lindner in Ochsenfurt (Lkr. Würzburg) für ihre Leistungen geehrt.
Bedeutung des Meistertitels
Stephan Keck, 1. Bürgermeister von Kirchheim und selbst ausgebildeter Landschaftsgärtner, hob die Entwicklung seiner Gemeinde hervor.
Wir haben in Kirchheim viel geschaffen. Dazu zählt der neue, 10 Hektar große Ortspark. In Verbindung mit der Landesgartenschau macht unsere Ortsentwicklung dadurch einen enormen Sprung nach vorne. Ich danke Ihren Kolleginnen und Kollegen für ihre qualitativ hochwertigen Beiträge auf der Gartenschau, die unsere Bürgerinnen und Bürger begeistern.
Hubert Bittlmayer, Amtschef des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, betonte in seiner Festrede den Stellenwert des Meistertitels als Qualitätssiegel im Beruf.
Wissen und Können sind in einer Person vereint. Das zeichnet den Meister aus. Als Führungskraft und Vorbild übernehmen Sie jetzt noch mehr Verantwortung für Ihren Betrieb, für Ihre Mitarbeiter und Kunden. Das gilt zusätzlich für die Ausbildung von jungen Menschen. Führen Sie die nächste Generation in den Beruf des Gärtners ein und geben Sie ihnen die Chance, ebenfalls erfolgreich zu sein.


