Artenvielfalt und Innovation im Fokus des Gartenbaus
„Wer Biodiversität will, kommt am Gartenbau nicht vorbei.“
Mertz betonte, dass die Branche mit Stauden, Gehölzen sowie Beet- und Balkonpflanzen eine große Vielfalt und Insektennahrung biete. Der Insektenschutz hänge dabei nicht nur von den Betrieben, sondern auch vom Verbraucher ab, was eine Chance für die Branche darstelle.
Potenzial sieht Mertz auch im nichtprivaten Verbrauch. Die aktuelle „Warenstromanalyse Blumen, Zierpflanzen & Gehölze 2018“ zeigt, dass die öffentliche Hand pro Einwohner lediglich 50 Cent für Pflanzen und Gehölze ausgibt. Mertz verwies auf die Innovationsleistung der Branche:
„Um den Anforderungen der Gesellschaft und den Kundenwünschen gerecht zu werden, sind Neuheiten und Neuzüchtungen unabdingbar.“
Betriebe benötigten Innovationen, um Anbauverfahren anzupassen und Alternativen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu entwickeln. Der ZVG sieht hierbei auch in neuen Züchtungsmethoden große Chancen.
Politische Rahmenbedingungen und die Rolle der IPM ESSEN
Das ZVG-Präsidium hat kürzlich ein Positionspapier verabschiedet, das sich für eine Überarbeitung des EU-Gentechnikrechtes ausspricht. Der ZVG-Präsident unterstrich die Bedeutung der IPM als Leitmesse für die Branche:
„Sie ist beeindruckende Leistungsschau und Ideengeber, die der Branche immer wieder neuen Schub gibt.“
Mertz gratulierte den Gewinnern der diesjährigen Pflanzenneuheiten. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hob den Innovationsgeist des Gartenbaus hervor. Sie betonte, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit allgegenwärtige Themen seien und die IPM zeige, wie man konstruktiv und gewinnbringend damit umgehe. Klöckner unterstrich, dass ihr der harte Wettbewerb der Branche bewusst sei.
„Der Gartenbau ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Agrarwirtschaft. Wir wollen, dass das so bleibt.“
