Naturschutz

Moorschutz am Blausee: Renaturierung sichert CO2-Speicher

Am Blausee im Allgäu wurden Renaturierungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen. Innovative Dammbauten sollen das Austrocknen des Moores verhindern und den See als wichtigen CO2-Speicher erhalten. Das Projekt wurde vom Umweltministerium gefördert.

Innovative Methoden zur Moorerhaltung am Blausee

Die Renaturierung umfasste den Bau von drei großen Staudämmen und zahlreichen kleineren Torfdämmen. Eine Besonderheit stellt der größte Damm dar, der auf einer tragenden Holzkonstruktion errichtet wurde, um das Wasser im See zu halten. Diese Methode, die an die Bauweise Venedigs erinnert, soll die Verweildauer von Regenwasser im Moor verlängern und somit die Torfzersetzung stoppen.

Moore sind wichtige Klimaschützer – sie speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen. Der Blausee geht zukünftig auf Stelzen. Nach dem Vorbild Venedigs wurde hier ein Damm auf Pfählen gebaut, um das Wasser im See zu halten. Mit dieser innovativen Methode wurde ein wertvolles Kleinod gerettet. Das Moor bleibt wichtiger Lebensraum für wertvolle und seltene Arten wie den Hochmoorgelbling.

Das Projekt wurde vom Umweltministerium mit rund 440.000 Euro gefördert und vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten e.V. umgesetzt. Die Zusammenarbeit von Naturschützern, Land- und Forstwirten, Jägern, Kommunen und Behörden wurde dabei als vorbildlich hervorgehoben.

Hintergrund und Klimaschutzziele in Bayern

In der Vergangenheit war der Blausee zunehmend entwässert worden, hauptsächlich aufgrund von Torfstichen, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts stattfanden. Die Wiedervernässung des Moores ist ein wichtiger Schritt, um diesen Prozess umzukehren.

Moore leisten einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzzielen Bayerns. Das Land strebt an, die Treibhausgasemissionen pro Kopf und Jahr bis 2050 auf weniger als zwei Tonnen zu senken. Projekte wie die Renaturierung des Blausees sind dabei von Bedeutung.

19.07.2018

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