Umstellung auf Elektromobilität im Bauhof
Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) stellt seine Kleingeräteflotte schrittweise auf elektrische Antriebe um. Ziel ist ein sauberer und leiserer Betrieb der rund 60 Geräte, die bislang mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sind. Dazu gehören Motorsägen, Freischneider, Laubbläser und Heckenscheren, die im gesamten Stadtgebiet und den Ortsteilen zum Einsatz kommen.
Erste Tests mit elektrisch betriebenen Motorsägen verliefen positiv.
„Wir haben elektrisch betriebene Motorsägen getestet – sie haben im praktischen Einsatz überzeugt“, berichtet Dirk Wagner, Leiter des EWL-Bauhofs.
Umwelt- und Arbeitsschutz im Fokus
Ein wesentlicher Vorteil der elektrischen Geräte ist die reduzierte Lärmbelastung. Während benzingetriebene Motorsägen einen Geräuschpegel von 90 Dezibel und mehr erreichen, arbeiten Akku-Varianten mit maximal 75 Dezibel. Dies entspricht etwa dem Geräuschpegel eines Großraumbüros und führt zu einer deutlichen Entlastung für die Mitarbeiter, insbesondere bei langen Einsatzzeiten, auch wenn Gehörschutz getragen wird.
Zudem entfallen Abgase, was sowohl für die Umwelt als auch für die Geräteführer vorteilhaft ist.
„Für uns ist der Umstieg auf elektrische Antriebe bei den Handgeräten auch mit Blick auf die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter wichtig“, hält Vorstand Falk Pfersdorf fest. „Denn ein wichtiger Vorteil dieser Geräte ist auch, dass diese oft einen sehr kurzen Nachlauf bei beweglichen Teilen wie Ketten etc. haben. Im Falle eines Missgeschicks führt dies dann zu weitaus geringeren, oder im besten Fall zu gar keinen Verletzungen bei der Mitarbeiterschaft. Hier haben wir aus früheren leidvollen Erfahrungen ganz konkret die Arbeitspraxis verändert“.
Falk Pfersdorf betont die Bedeutung von Sicherheit und Arbeitsschutz, wozu auch die Reduzierung von Emissionen zählt, denen die Beschäftigten ausgesetzt sind.
Wartungsarmut und Effizienz
Neben den geringeren Emissionen bieten strombetriebene Geräte praktische Vorteile in der Wartung. Abgesehen vom Schärfen der Motorsägenmesser sind Akku-Geräte nahezu wartungsfrei. Das Nachfüllen von Benzin oder der Wechsel von Zündkerzen entfallen.
„Die Akkus laden über Nacht im Bauhof. Danach stehen sie wieder für fünf bis sechs Betriebsstunden bereit“, berichtet Dirk Wagner.
Bei der Anschaffung wurde auf die Qualität der Energiespeicher geachtet. Lithium-Akkus behalten ihre volle Leistungsfähigkeit auch bei Teilladungen bei. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Akkus mehrere Hundert Ladezyklen ohne Leistungsverlust überstehen.
Der EWL Landau ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und zuständig für Abfallentsorgung, Abwasserbeseitigung und Straßenreinigung. Er betreut 16.000 Haushalte, 250 Kilometer Abwasserkanäle und zwei Kläranlagen. Wöchentlich werden rund 120 Kilometer Straßen und 40.000 Quadratmeter Plätze und Fußgängerzonen gereinigt.
