Naturschutz

Münchens Grünflächen als Lebensraum für 3.100 Arten

Münchens Grünanlagen sind ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten. Über 3.100 Arten und 782 Lebensräume sind im städtischen Arten- und Biotopschutzprogramm erfasst. Diese innerstädtischen Erholungsflächen entwickeln sich zunehmend zu Naturoasen.

Vielfalt in der Stadt: Münchens grüne Oasen

Münchens Grünanlagen beherbergen eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Im Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) der Stadt München sind 3.100 Pflanzen- und Tierarten sowie 782 Lebensräume erfasst.

Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard hob anlässlich des GEO-Tags der Artenvielfalt in der Angerlohe bei Allach die Bedeutung innerstädtischer Erholungsflächen hervor. Diese entwickelten sich zunehmend zu Naturoasen und Refugien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. In München sind über 10 Prozent der Stadtfläche als schützenswerte Biotope ausgewiesen.

Zu den wertvollen Lebensräumen zählen neben dem Englischen Garten und dem Nymphenburger Schlosspark auch die Kalkheiden im Dachauer Moos, die Isar mit ihren Au- und Hangleitenwäldern sowie die Eichen-Hainbuchen-Bestände der Lohwälder, wie die Angerlohe.

Biotopschutz und Vernetzung

Regionale Arten- und Biotopschutzprogramme existieren für alle Landkreise und acht kreisfreie Städte, wobei Aktualisierungen fortlaufend durchgeführt werden. Das Umweltministerium trägt 60 Prozent der Kosten für die Erarbeitung dieser Naturschutzkonzepte.

Arten- und Biotopschutzprogramme sind eine der zentralen Maßnahmen, den Artenrückgang zu stoppen und viele besondere Lebensräume zu erhalten.

Bernhard betonte zudem die Wichtigkeit der Biotopvernetzung. Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen Verschiebung von Lebensräumen nach Norden und Osten, in höhere oder feuchtere Lagen, sei es entscheidend, dass Tiere ungehindert wandern können. Hierfür seien Trittsteine, Wanderkorridore und Grünbrücken über Verkehrsachsen notwendig.

Bayern plant, das Biotopverbundsystem weiter auszubauen. Die Anzahl der BayernNetz-Natur-Projekte soll von derzeit 337 auf 400 im Jahr 2020 erhöht werden.

20.08.2008

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