Dringlichkeit des Artenschutzes und globale Verantwortung
Wir befinden uns im planetaren Notstand: Vor unseren Augen geschieht ein gigantisches Artensterben. Eine Million Arten drohen für immer zu verschwinden, verursacht durch uns Menschen. Die Folgen sind unkalkulierbar: für unsere Ernährung, Gesundheit und das Klima.
Krüger betont die Notwendigkeit eines globalen Abkommens, das den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 stoppt und eine Trendumkehr ermöglicht, damit sich die Natur erholen kann. Er kritisiert, dass einige Staaten die Warnungen ignorieren. Brasilien drohe beispielsweise, den Prozess für ein Schutzabkommen zu blockieren und den Amazonas-Regenwald zu gefährden.
Globale und nationale Verantwortung für den Artenschutz
Der Amazonas-Regenwald wird als entscheidend für die Bewältigung der Klimakrise angesehen, da er Lebensraum für jede zehnte Tier- und Pflanzenart ist. Im Jahr 2019 wurden dort fast 10.000 Quadratkilometer Wald gerodet. Krüger fordert, dass jeder Staat aktiv wird und auf mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresfläche hochwertige Schutzgebiete einrichtet. Zudem sollen zerstörte Ökosysteme wie Moore, Wälder und artenreiche Wiesen wiederhergestellt werden.
Reiche Länder wie Deutschland sollen die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen und ihre eigenen Aufgaben im Artenschutz erfüllen. Die intensive Landwirtschaft, die als Hauptursache für das Artensterben in Europa gilt, müsse naturverträglich gestaltet werden. In Deutschland sind seit 1980 über 10,2 Millionen Feldvogel-Brutpaare verschwunden.
