Die Kandidaten und ihre Naturschutzanliegen
Neben den beiden führenden Arten haben auch Steinschmätzer, Feldsperling und Bluthänfling weiterhin Chancen auf den Titel. Bislang wurden über 85.000 Stimmen abgegeben. Es wird erwartet, dass sich die Rangliste bis zum Ende der Wahl noch deutlich verändern kann.
„Doch auch Steinschmätzer, Feldsperling und Bluthänfling können sich noch Hoffnung auf den Titel Vogel des Jahres 2022 machen. Bisher haben bereits mehr als 85.000 Menschen abgestimmt. Da wir aber erst Halbzeit haben und unser virtuelles Wahllokal noch ganze drei Wochen geöffnet ist, dürften es noch deutlich mehr Stimmen werden, die die Rangliste völlig durcheinander wirbeln können.“
Interessierte können Wahlkampfteams bilden, um Stimmen für ihren Favoriten zu sammeln. Über 100 solcher Teams sind bereits aktiv, darunter „Platz für den Spatz!“ für den Feldsperling, „Internationale Rotfront“ für den Bluthänfling und die „Luftikusse“ für die Mehlschwalbe.
Jeder der fünf Kandidaten repräsentiert ein spezifisches Naturschutzthema:
- Die Mehlschwalbe leidet unter dem Verlust von Nistmöglichkeiten als Gebäudebrüter.
- Der Steinschmätzer benötigt mehr offenes Brachland.
- Der Wiedehopf setzt sich für eine Reduzierung des Pestizideinsatzes ein.
- Der Feldsperling vermisst Baumhöhlen zum Brüten.
- Der Bluthänfling fordert den Erhalt von Hecken als Versteckmöglichkeiten.
Ablauf der öffentlichen Wahl
Das virtuelle Wahllokal ist bis zum 18. November geöffnet. Der Sieger wird noch am selben Tag bekannt gegeben. Der „Vogel des Jahres“ wird in Deutschland seit 1971 gekürt und seit 2021 durch eine öffentliche Wahl bestimmt.
