Engpässe im Staudenmarkt: Ursachen und Auswirkungen
Der aktuelle Saisonbeginn im Garten- und Landschaftsbau ist für viele Staudengärtner von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage geprägt. Diese Entwicklung führt dazu, dass das verfügbare Angebot an Stauden vielerorts nicht mehr ausreicht, um alle Bestellungen zu bedienen. Selbst Angebote, die bereits im Winter erstellt wurden, können teilweise nicht mehr vollständig beliefert werden.
Um die benötigten Pflanzen zu beschaffen, greifen Betriebe auf Suchlisten zurück und fragen bundesweit sowie in angrenzenden Ländern bei Kollegen an. Diese Bemühungen bleiben jedoch oft erfolglos, da die Knappheit flächendeckend zu beobachten ist.
Besonders betroffen sind Staudenmischungen, die aufgrund ihrer Arten- und Sortenvielfalt kaum noch komplett erhältlich sind. Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner, empfiehlt Interessenten, ihren langjährigen Lieferanten zu vertrauen. Er betont, dass Staudengärtner, die Ersatzsorten vorschlagen, mit ihrem guten Namen dafür bürgen, dass die Funktionalität der Mischung erhalten bleibt. Die Beziehungen zwischen Kunden und Staudengärtnern sind in der Regel stabil und auf Langfristigkeit ausgelegt.
Wer auf einer unveränderten Zusammenstellung einer Mischung besteht, muss unter Umständen die Pflanzung auf den Herbst verschieben. Moll versichert, dass sich die Betriebe größte Mühe geben, pünktlich und zuverlässig zu liefern.
„Die aktuelle Nachfrage überfordert die Anstrengungen in den einzelnen Betrieben und auch deren gute kollegiale Vernetzung.“
Einige Stauden sind derzeit schlichtweg nicht verfügbar, was die Situation zusätzlich erschwert.
