Nachhaltige Neugestaltung mit Betonsteinpflaster von KANN: Ein Schulhof mit Potenzial

Baustoffe & MaterialienNachhaltigkeit

Der Schulhof des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein wurde mit 3.600 m² Recyclingpflaster neu gestaltet. Das Vios RX40 von KANN besteht zu mindestens 40 Prozent aus Recyclingmaterial. Auch die ausgebauten alten Pflastersteine wurden in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt.

Recyclingpflaster prägt neuen Schulhof des Johannes-Gymnasiums

Der Schulhof des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein ist im Zuge einer Generalsanierung der Außenanlagen neu gestaltet worden. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Betonsteinpflaster Vios RX40 von KANN, das einen Recyclingmaterialanteil von mindestens 40 Prozent aufweist. Insgesamt wurden rund 3.600 m² des Pflasters eingebaut.

Für die Planung der Außenanlagen war das Planungsbüro Sabine Kraus Stadt und Freiraum aus Limburg verantwortlich. Ziel war es, die gestalterischen Anforderungen mit ökologischen und raumbildenden Aspekten zu verbinden. Die Ausführung übernahm das Bauunternehmen Horst Schulz.

Schadhafter Belag wird vollständig erneuert

Vor der Sanierung war der bestehende Schulhofbelag schadhaft. Bei Regen entstanden Pfützen und Wasseransammlungen, zugleich bot die Fläche nur wenige Möglichkeiten für eine attraktive Pausengestaltung. Im Zuge der Arbeiten wurde das vorhandene Betonsteinpflaster deshalb ausgebaut.

Die alten Steine wurden zum nahe gelegenen KANN-Betonwerk in Bendorf gebracht und dort dem Recycling zugeführt. Anschließend erhielt der gesamte Hofbereich einen neuen Unterbau als Grundlage für die neue Pflasterfläche.

Großformatiges Betonsteinpflaster mit Recyclinganteil

Zum Einsatz kam das Vios RX40 in den Formaten 80 x 60 cm und 60 x 40 cm bei einer Dicke von 12 cm. Das Betonsteinpflaster besteht zu mindestens 40 Prozent aus Recyclingmaterial. Für die sichtbare Oberflächenschicht werden die gleichen Materialien verwendet wie bei der herkömmlichen Steinfertigung.

Für das Projekt wurde der objektbezogene Farbmix „sandgrau“ gewählt. Er kombiniert vier aufeinander abgestimmte Sandgrautöne mit einer feingestrahlten Oberfläche. Die Steine wurden im Reihenverband mit wechselnden Farbtönen verlegt, wodurch insbesondere auf der großen Fläche in der Mitte des Schulhofs ein abwechslungsreiches Flächenbild entsteht.

In die Pflasterfläche ist ein rechteckiger Rasenbereich integriert, der von großen Natursteinblöcken eingefasst wird. Neue Baumpflanzungen ergänzen diesen Bereich und schaffen zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten. Der vorhandene alte Baumbestand wurde erhalten und in die Gestaltung einbezogen.

Auch die von Schülerinnen, Schülern und Anwohnern genutzten Tischtennisplatten blieben bestehen. Die neue Pflasterfläche wurde um diese Bereiche herumgeführt und bindet damit vorhandene Elemente in die Neugestaltung ein.

Altes Pflaster kehrt in den Wertstoffkreislauf zurück

Beim Vios RX40 setzt KANN auf einen regionalen Wertstoffkreislauf. Das Basismaterial für das Gestaltungspflaster stammt aus recyceltem und aufbereitetem Material von Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Auch das ausgebaute Pflaster des Johannes-Gymnasiums wurde auf diesem Weg wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt.

Die Wiederverwendung reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen. Durch die regionale Aufbereitung und die Nähe des Betonwerks zur Baustelle verkürzen sich zudem die Transportwege. Damit sind auch Einsparungen bei den transportbedingten CO₂-Emissionen verbunden.

Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien erhielt das Recyclingpflaster Vios RX40 im Jahr 2022 das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Das Projekt in Lahnstein verbindet damit die Neugestaltung einer intensiv genutzten Außenanlage mit dem Einsatz kreislauforientierter Baustoffe & Materialien.

Schulhof wird zum Aufenthaltsbereich

Die Sanierung zeigt, wie sich funktionale Anforderungen an Pflasterflächen mit gestalterischen und ökologischen Zielen verbinden lassen. Die Kombination aus großformatigem Betonsteinpflaster, vorhandenen und neuen Bäumen, Rasenfläche und bestehenden Freizeitangeboten gliedert den Schulhof in unterschiedliche Aufenthaltsbereiche.

Für den Garten- und Landschaftsbau liefert das Projekt zugleich ein Beispiel für die Wiederverwendung ausgebauter Materialien im Produktionskreislauf. Auf dem Schulhof des Johannes-Gymnasiums verbindet sich dieser Ansatz mit einer vollständig erneuerten und neu gegliederten Außenanlage.

Weitere Informationen:

KANN GmbH Baustoffwerke

Bendorfer Straße 180
56170 Bendorf-Mülhofen
Deutschland

Tel.: +49 262 2707-0
Fax: +49 262 2707-165

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