Einblicke in die naturnahe Pflege von Gärten und Grünflächen
Die „Internationalen Fachtage Ökologische Pflege“ von „Natur im Garten“ fanden 2017 zum achten Mal in Langenlois statt. Die Veranstaltung bot an zwei Tagen Wissen aus Praxis und Forschung zur naturnahen Pflege von Gärten, Grünflächen und Schauanlagen. Rund 200 Besucher nahmen an dem Treffen teil, das mit einem Come Together am Vorabend begann.
Für die naturnahe Gestaltung und Pflege von Gärten und Grünräumen bedarf es Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der ökologischen Pflege. Bei den „Internationalen Fachtagen ökologische Pflege“ werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und nützliche Praxistipps präsentiert. Das breite Feld an renommierten Vortragenden aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie der zahlreiche Besuch von Interessierten zeigen, dass ökologisches Gärtnern immer tiefer in unserer Gesellschaft verankert wird.
Themenschwerpunkte und Praxisbezug
Der erste Vortrag behandelte Bionik und zeigte auf, wie Erkenntnisse aus der Natur für ökologische Pflegethemen genutzt werden können. Die Veranstaltung setzte in diesem Jahr Schwerpunkte auf Nützlinge, Biodiversität und Pflanzenschutz. Vorträge über nützliche Fadenwürmer und Pilze sowie seltene Wildbienen und den Schutz von Insekten vor künstlicher Beleuchtung wurden durch einen Praxisteil ergänzt. Dieser Praxisteil umfasste Einblicke in den Vogel- und Fledermausschutz, die Schmetterlingsförderung und das Leben der Blattläuse.
Praktische Hinweise gab es auch zu Fallensystemen und dem „Wilden Eck für Schneckenjäger“. Ein weiteres zentrales Thema war der Boden. Hier wurden der Bodenaufbau ohne Bodenbearbeitung sowie die chemiefreie Sportplatzpflege, die durch Bodenbelebung funktioniert, behandelt. Diese Aspekte beleuchteten die Bedeutung des Bodens als Ressource für gesunde Pflanzen.
Vielfältige Inhalte und Wissenstransfer
Weitere Vorträge befassten sich mit Gallen an Pflanzen, dem Pflanzenschutz-Informationssystem PSiGA und der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln aus Grundstoffen. Es wurde dargestellt, wie genetische Vielfalt bei Stadtbäumen Krankheiten vorbeugen und Schotterrasenplätze sommerliche Hitze vermeiden können. Die Fachtage endeten mit Informationen zum Neophytenmanagement im Nationalpark Gesäuse, Erfahrungen der Grünstadt Zürich im Unkrautmanagement und dem Thema der ökologischen Bestattung.
Ein wichtiger Bestandteil der Fachtage war die Vernetzung der Teilnehmer. Referenten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Frankreich tauschten sich mit den Besuchern über Fachthemen und persönliche Erfahrungen aus, was den Wissenstransfer förderte.
