Region diskutiert Chancen und Auswirkungen eines möglichen Nationalparks
Die Diskussion um einen möglichen Nationalpark in der Rhön geht in die nächste Phase. Bei einem Verbändegespräch in Burglauer kamen rund 50 Vertreter aus Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Jagd und Wirtschaft zusammen, um Chancen und Auswirkungen eines Nationalparks zu erörtern. Eingeladen hatten die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf sowie die Landräte der betroffenen Regionen.
Im Mittelpunkt stand der weitere Dialog mit der Region, der bewusst ergebnisoffen gestaltet wird. Ziel ist es, alle Argumente sorgfältig abzuwägen und gemeinsam mit der Bevölkerung eine fundierte Entscheidung zu treffen.
„Der Dialog mit der Region ist für uns entscheidend. Ein Nationalpark ist für die Menschen da. Jede Meinung ist uns wichtig."
Chancen und offene Fragen im Fokus
Diskutiert wurden insbesondere die Auswirkungen eines Nationalparks auf zentrale Bereiche wie Tourismus, Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft. Auch jagdliche Fragestellungen spielten eine wichtige Rolle.
Ein wesentlicher Punkt ist das Wildtiermanagement, das in Nationalparks nach tierschutzgerechten Kriterien erfolgt. Für die Rhön soll hierzu eine individuelle Lösung entwickelt werden, die regionale Besonderheiten berücksichtigt.
Entscheidung gemeinsam mit der Region
Die Verantwortlichen betonen die Bedeutung eines transparenten Prozesses. Erst wenn alle Aspekte umfassend geprüft sind, soll eine Entscheidung getroffen werden.
„Erst wenn alle Punkte pro und contra sauber abgewogen wurden, kann eine Entscheidung zusammen mit der Bevölkerung vor Ort getroffen werden."
Zur weiteren Information der Öffentlichkeit ist geplant, Vertreter des Umweltministeriums verstärkt in die Region einzubinden. Sie sollen unter anderem in Gemeinderäten und Bürgerversammlungen über den möglichen Nationalpark informieren.
Studie zu wirtschaftlichen Auswirkungen geplant
Ergänzend soll eine Studie die möglichen Effekte eines Nationalparks auf Wirtschaft und Tourismus untersuchen. Damit sollen belastbare Grundlagen für die weitere Entscheidungsfindung geschaffen werden.
Der Dialogprozess knüpft an bereits geführte Gespräche mit kommunalen Vertretern an und wird in den kommenden Monaten fortgesetzt. Parallel dazu prüft der Freistaat Bayern auch weitere geeignete Regionen für die Einrichtung eines dritten Nationalparks.
