Naturschutz

„Natur im Garten“ für Revitalisierung von Naturschutzflächen ausgezeichnet

Der Verein „Natur im Garten“ wurde für sein Projekt zur Revitalisierung von Naturschutzflächen mit gefährdeten Pflanzenarten im Naturschutzgebiet Marchegg ausgezeichnet. Das Projekt sichert gefährdete Pflanzenarten und stellt Lebensräume wieder her.

Auszeichnung für Artenschutz-Engagement

Insgesamt wurden 28 Preisträger in den Kategorien Gemeinden, Vereine, Privatpersonen sowie Kindergärten und Schulen aus 200 Einreichungen prämiert. Das Preisgeld fließt vollständig in die Umsetzung des Projekts im Storchenhaus Marchegg. Die ausgezeichneten Projekte zeichnen sich durch ihre nachhaltigen und zukunftsweisenden Ansätze aus.

Das Projekt „Revitalisierung von Naturschutzflächen mit gefährdeten Pflanzenarten im Naturschutzgebiet Marchegg“ zielt darauf ab, Lebensräume durch Mahd und Schwenden wiederherzustellen. Zudem sollen stark gefährdete Pflanzenarten durch gezielte Vermehrung und Auspflanzung in ihrer regionalen genetischen Ausprägung gesichert werden. Die Jungpflanzen werden im botanischen Garten der GARTEN TULLN gezogen und teilweise von „Natur im Garten“ Partnerbetrieben weitervermehrt, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die eingereichten Projekte beweisen, dass sich unglaublich viele Menschen mit großer Überzeugung und Ideenreichtum für unsere Natur engagieren. Besonders erfreulich ist, dass der Verein „Natur im Garten“ mit ihren Projektpartnern einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung der Artenvielfalt an der March leistet.

Dies betonte Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes und Präsident des Vereins „Natur im Garten“.

Wiederherstellung von Naturstandorten und Artenvielfalt

Viele seltene Pflanzenarten sind heute vom Aussterben bedroht. Die Wiederherstellung von Naturstandorten sowie die Verbreitung von Pflanzen in Gärten und Grünräumen können zum Erhalt dieser Arten beitragen.

Mit diesem innovativen, sehr spannenden Kooperationsprojekt wollen wir einen wichtigen Beitrag zur naturschutzfachlichen Aufwertung von Trockenlebensräumen leisten und mit guter Vorbildwirkung für andere Schutzgebietsmanagements vorangehen.

Dies erklärte Norbert Helm, Projektleiter des Storchenhauses Marchegg. Die Erhaltung von Trockenlebensräumen an der March beinhaltet das Sammeln und gärtnerische Vermehren ausgewählter gefährdeter Pflanzenarten. Diese werden anschließend aus nachweislich gebietsheimischer Herkunft auf den gepflegten und reaktivierten Flächen ausgebracht.

Die gemeinnützige Privatstiftung Blühendes Österreich wurde im Mai 2015 von der REWE International AG und BirdLife gegründet. Sie engagiert sich für den Schutz, die Aufwertung und den Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Ziel ist es, bis 2025 1.000 Hektar ökologisch wertvoller Flächen zu schützen und einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt zu leisten. Dabei stehen auch die Bewusstseinsbildung für Artenvielfalt sowie die Förderung von Natur- und Umweltbildung im Vordergrund.

02.02.2018

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