Fortschritte und Finanzierung des Naturschutzprojekts
Die ehemalige DDR-Grenze hat sich vom Todesstreifen in einen grünen Lebenskorridor und eine Wanderachse für gefährdete Arten entwickelt.
Huber hob hervor, dass 130 Kilometer des Grünen Bandes zwischen Bayern und Thüringen verlaufen. Zur Umsetzung des Projekts bereiten die Landkreise Kronach und Coburg sowie die thüringischen Nachbarn Hildburghausen und Sonneberg die Gründung eines Zweckverbands vor. Die Gespräche zur Antragstellung des Projekts sind weit fortgeschritten.
Die Kerngebiete des Naturschutzprojektes werden eine Gesamtfläche von über 108 Quadratkilometern umfassen. Die geschätzten Projektkosten belaufen sich auf rund 11 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund, den Freistaat, die beteiligten Landkreise und den Bund Naturschutz. Eine Erschließung des Grünen Bandes ist durch sanften Naturtourismus unter Berücksichtigung landwirtschaftlicher Belange vorgesehen.
Mit dem Projekt sollen auch die Zukunftschancen für die Region verbessert und von dort Impulse für einen nachhaltigen Tourismus ausgehen.
Das „Grüne Band“ als einzigartiger Lebensraum
Bereits angelaufen ist das dreijährige Modellprojekt „Erlebnis Grünes Band“. Der bayerische Teil des Modellgebiets erstreckt sich zwischen Mitwitz (Landkreis Kronach) und Mödlareuth (Landkreis Hof).
Das Grüne Band gilt als einer der wertvollsten Naturräume Deutschlands. Es erstreckt sich über 1.393 Kilometer vom Dreiländereck Sachsen-Bayern-Tschechien bis zur Ostsee. Es bezeichnet den Bereich zwischen dem Patrouillenweg der ehemaligen DDR-Grenztruppen und der innerdeutschen Grenze. In diesem Streifen konnten sich Flora und Fauna ohne gewerbliche oder landwirtschaftliche Einflüsse entwickeln. Es beherbergt über 600 gefährdete Tier- und Pflanzenarten.