Rheinboulevard Köln: Eine preisgekrönte Uferlandschaft
Das Berliner Planungsbüro Planorama realisierte mit dem Rheinboulevard ein Projekt, das das rechte Rheinufer in Köln zugänglicher machen sollte. Zwischen 2008 und 2016 entstand für 24 Millionen Euro eine 500 Meter lange Treppenanlage, die Ende 2016 eröffnet wurde. Dieses Bauwerk erhielt den ersten Platz beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2017.
Auf einer Fläche von zwei Hektar erstreckt sich der Rheinboulevard zwischen der Hohenzollernbrücke und der Deutzer Brücke. Die Ufertreppe überwindet einen Höhenunterschied von etwa sechs Metern und bietet barrierefreie Sitzstufen für bis zu 10.000 Personen. Aufgrund der Lage im Hochwasserbereich waren Schutzwände erforderlich. Für deren Gestaltung setzten die Planer auf belgrano-Basalt von BESCO. Zwischen 2014 und 2015 wurden 100.000 Einzelsteine des anthrazit-warmgrauen Natursteins auf rund 2.000 Quadratmetern verbaut. Die geflammte und bruchraue Oberfläche wurde in verschiedenen Formaten und Materialstärken geliefert. Der Basalt zeichnet sich durch seine Frostresistenz und Beständigkeit aus.
Ottoplatz Köln: Einheitliche Gestaltung mit Naturstein
Ein weiteres Kölner Projekt, der Ottoplatz in Köln-Deutz, wurde ebenfalls mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2017 in der Kategorie „Landschaftsarchitektur im Detail“ ausgezeichnet. Die Planungs- und Bauphase für die Neugestaltung des Platzes dauerte von 2007 bis 2014. Die umgebenden Gebäude, darunter das Bahnhofsgebäude und ein neu geplantes Hochhaus, zeigten unterschiedliche Gestaltungsansätze und ließen räumliche Bezüge vermissen.
Das Berliner Planungsbüro bbzl entschied sich, diese Heterogenität durch eine einheitliche Gestaltung des Bodenbelags mit Naturstein auszugleichen. BESCO lieferte hierfür 400.000 Kleinsteinpflaster (10 cm dick) und 2.500 Plattenfelder (12 cm dick) aus dem belgrano-Sortiment. Zum Einsatz kamen Basalt, Basanit, Granit und Diorit. Diese frostresistenten und dauerhaft beständigen Natursteine sorgen auf der 5.500 Quadratmeter großen Projektfläche für ein wechselndes Farbspiel. Für die Zugänge zu den einzelnen Gebäuden wurden individuelle Teilflächen geschaffen.
Ein prägnantes Gestaltungselement des 1,9 Millionen Euro teuren Projekts ist eine Aufenthaltsinsel in der Mitte des Ottoplatzes. Diese besteht aus einem zweimal 25 Meter langen, bodenbündigen Sitzmöbel, das sich durch seinen hellen Beton kontrastreich abhebt.
Der Deutsche Landschaftsarchitektur-Preis wird seit 1993 alle zwei Jahre für beispielhafte, konzeptionelle Planungsleistungen verliehen, die ästhetisch anspruchsvolle, innovative und ökologische Lösungen aufweisen. Die Preisverleihung fand am 29. September 2017 in Berlin statt.
