Die Bedeutung von Grünflächen in der Stadt
Städte sind geprägt von Beton und Asphalt, die für Infrastruktur und Gebäude unerlässlich sind. Eine übermäßige Verwendung dieser Materialien führt jedoch zu Nachteilen, insbesondere in den Sommermonaten. Beton und Asphalt speichern Wärme und geben diese an die Umgebung ab, was zu einer deutlichen Erhöhung der Temperaturen in urbanen Gebieten führt.
Pflanzen hingegen wirken dem entgegen. Sie kühlen ihre Umgebung durch die Verdunstung von Wasser über ihre Blätter. Große Pflanzen wie Bäume und Sträucher sowie Kletterpflanzen spenden zudem Schatten. Diese natürlichen Elemente tragen maßgeblich zur Aufenthaltsqualität bei, sowohl in urbanen Ballungsräumen als auch in ländlichen Gebieten.
Neben dem menschlichen Wohlbefinden profitieren auch Tiere von mehr Grün in der Stadt. Angesichts des Rückgangs von Insekten und Vögeln bieten Parks, Privatgärten, begrünte Schulhöfe, Universitäten, Dachgärten und Fassaden wichtige Lebensräume und Nahrungsquellen. Die Artenvielfalt vieler Wildtiere ist in Städten teilweise höher als in der freien Landschaft, was auf die dort vorhandene Pflanzenvielfalt zurückzuführen ist. Landschaftsgärtner sind die Fachkräfte, die für die Gestaltung, Pflege und den Erhalt dieses Grüns verantwortlich sind.
Vielfältige Aufgaben der Landschaftsgärtner
In Deutschland sind rund 4.300 landschaftsgärtnerische Fachbetriebe aktiv. Ihre Tätigkeiten sind vielfältig und reichen von der Neuanlage privater Gärten bis zur Pflege öffentlicher Grünflächen.
Einige Betriebe spezialisieren sich auf die Gestaltung von Gärten für Privatkunden. Sie erstellen Pflanzpläne und Materiallisten, beschaffen die notwendigen Materialien und Maschinen. Zu ihren Aufgaben gehören der Bau von Wegen und Terrassen, die Bepflanzung von Beeten, Kräuterspiralen, Natur- und Schwimmteichen sowie die Begrünung von Hausdächern.
Andere Betriebe konzentrieren sich auf das öffentliche Grün. Dazu zählen die Anlage und Pflege von Alleen, Kreisverkehren und großen Parks. Hierbei spielen Pflege und Kontrolle, insbesondere die Verkehrssicherheit von Bäumen entlang von Straßen und Fußgängerzonen, eine wichtige Rolle.
Wieder andere Landschaftsgärtner sind auf Sport- und Spielplätze, Golf- und Freizeitanlagen wie Freibäder, Firmengärten und große Wohnkomplexe spezialisiert. Durch eine Weiterbildung zur geprüften Natur- und Landschaftspflegerin oder zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger können sie auch im Naturschutz tätig werden. Dies umfasst die Betreuung von Schutzgebieten, Aufklärungsarbeit und praktische Landschaftspflege.
Landschaftsgärtner tragen somit dazu bei, die Aufenthaltsqualität in Städten zu erhöhen, die Biodiversität zu steigern und dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Ausbildung zum Landschaftsgärtner
Der Beruf des Gärtners der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist ein klassischer Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt im dualen System.
Neben der praktischen Arbeit auf verschiedenen Baustellen wird auch theoretisches Wissen in der Berufsschule vermittelt. Spezielle Ausbildungsinhalte wie der Umgang mit Motorsägen, Baggern oder die Bearbeitung von Natursteinen werden in der überbetrieblichen Ausbildung gelehrt. Der Großteil der praktischen Ausbildung findet im Betrieb und im Freien statt.
Für diesen Beruf sind ein Interesse an Pflanzen, der Umgang mit kleinen und großen Maschinen, Materialien wie Stein und Holz sowie die Arbeit an wechselnden Einsatzorten wichtig. Teamwork ist ebenfalls entscheidend, da viele Projekte nur gemeinsam umgesetzt werden können. Wer Freude an der Natur hat, gerne handwerklich tätig ist und im Team arbeiten möchte, sollte eine Karriere als Landschaftsgärtner in Betracht ziehen. Praktikumsplätze können über die Webseite www.landschaftsgaertner.com gefunden werden, um einen Einblick in den Berufsalltag zu erhalten.


