Stärkung des Artenschutzes durch Bürgerbeteiligung
Eine neue Kooperation zwischen der BILLA Stiftung Blühendes Österreich und der NÖ-Umweltbewegung „Natur im Garten“ zielt auf die Stärkung des Artenschutzes und der Artenvielfalt ab. Im Fokus steht die Erforschung, Dokumentation und Digitalisierung heimischer Falter mittels der „Schmetterlings-App“ durch Bürgerbeteiligung und wissenschaftliche Begleitung.
Die digitale Anwendung „Schmetterlinge Österreichs“ hat sich als größte Naturbeobachtungs-Community des Landes etabliert. Mit 24.000 registrierten Nutzern und 735.000 Schmetterlingsbeobachtungen zählt schmetterlingsapp.at zu den erfolgreichsten Citizen Science Projekten Österreichs. Durch die Partnerschaft sollen die Umweltbildung mit den Schwerpunktthemen Schmetterling, Garten und Naturschutz in Österreich gestärkt werden.
Die Zusammenarbeit zwischen Blühendes Österreich und „Natur im Garten“ wird als naturschutzfachliche und wissenschaftliche Kooperation zwischen einer öffentlichen und einer privatwirtschaftlichen Institution beschrieben. Beide Partner verfolgen das Ziel, Österreich artenreicher und vielfältiger zu gestalten und die Bevölkerung für Biodiversität und Naturschutz zu sensibilisieren.
Die langfristig geplante Zusammenarbeit mit ‚Natur im Garten‘ soll die von einer großartigen und höchst motivierten Citizen-Science-Community getragene Projektidee zu einer professionell geführten Bildungsplattform weiterentwickeln. Gerade in der Schmetterlingsforschung schließt die inzwischen weitgehend flächige Aufnahme und Bereitstellung von wertvollen Beobachtungsdaten eine wichtige Lücke, die endlich eine seriöse Abschätzung des dramatischen Rückgangs selbst von ehemals häufigen Arten ermöglicht. Durch die neue Verbindung werden Synergien optimal genutzt und die Stärken beider Partner zusammengeführt.
Dies erklärte Peter Huemer, Vorstand von Blühendes Österreich und Kustos der naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte die Bedeutung von Schmetterlingen für gesunde Grünräume. Sie hob hervor, dass durch Veranstaltungen und Informationsmaßnahmen Naturgärtnern gezeigt werden soll, wie durch unterschiedliche Pflanzstrukturen und ökologische Pflege der Lebensraum für Schmetterlinge erweitert werden kann.
Beide Organisationen engagieren sich für die Weiterentwicklung und das Wachstum der 2016 eingeführten App „Schmetterlinge Österreichs“ sowie die Ausschöpfung des Potenzials der Community. Ziel ist es, österreichweit die Themen Schmetterlinge, Naturschutz und naturnahe Gartenbewirtschaftung zu positionieren. Die wissenschaftliche Leitung verbleibt bei Dr. Helmut Höttinger, und die Mitgliedschaft von „Schmetterlinge Österreichs“ im Citizen-Science-Netzwerk „Österreich forscht“ bleibt bestehen.
