Innovationen bei Antriebsarten und Mähsystemen
Bereits im Jahr 2006 präsentierte Werner auf der GaLaBau in Nürnberg einen Rasenmäher mit Treibgasantrieb. Diese Technologie bietet eine Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen, insbesondere im Hinblick auf gestiegene Treibstoffkosten. Neben den wirtschaftlichen Aspekten zeichnet sich der Treibgasantrieb durch eine verbesserte Abgasqualität und Feinstaubfreiheit aus.
Ein weiterer Effekt der umgerüsteten Benzinmotoren ist die Reduzierung des Motorgeräusches. Die sanftere Verbrennung im Vergleich zum Dieselmotor sowie gummigelagerte Messerwellen der Sichelmähdecks tragen zu einer deutlichen Absenkung der Lärmwerte bei. Die Maschinen von Werner werden zudem mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl betrieben.
Das Basisfahrzeug, der SM 150 SFG, behält seine Eigenschaften bei. Dazu gehören ein Frontmähwerk für gute Übersicht, eine hohe Aushebehöhe zum Überfahren von Bordsteinen und eine Hebelsteuerung für Wendigkeit. Der Kraftstoffvorrat ist für eine Tagesschicht ausgelegt, und eine Kühlluftvorfilterung ist integriert. Die Motorleistung des Einstiegsmodells liegt im Gasbetrieb bei etwa 25 PS, was für professionelle Anwendungen ausreichend ist.
Mit dem dieselgetriebenen Modell SM 150 SFD reagiert Werner auf den Trend, Rasenflächen mit weniger Schnitten pro Jahr zu pflegen, ohne dabei Abstriche bei der Mähqualität hinnehmen zu müssen. In Kombination mit einem Feinschnittschlegelmähwerk bietet dieses Modell eine Lösung für die Mulchpflege. Eine gleichmäßige Mähgutverteilung und eine gute Zerkleinerung sind hierbei entscheidend.
Systeme mit horizontal liegenden Schneidwellen, wie Spindel- und Schlegelmäher, ermöglichen eine gute Verteilung des Mähguts. Während Spindelmäher an Bedeutung verlieren, stellt der Schlegelmäher eine Alternative dar. Er zeichnet sich durch Robustheit aus und kann im Rasenbereich eingesetzt werden, wenn er gute Eigenschaften bei der Halmbearbeitung und Zerkleinerung aufweist.
Der Werner-Feinschnittschlegel ermöglicht eine Mähgutzerkleinerung mit Halmstücken von 3 bis 5 cm. Dies übertrifft die Zerkleinerungsleistung herkömmlicher Schlegler und Standard-Sichelmäher. Eine Musbildung, wie sie bei Sichelmulchern bei feuchtem Bewuchs auftreten kann, wird bei dieser Zerkleinerungsrate vermieden. Das Ergebnis ist eine fein zerkleinerte und gleichmäßig verteilte Mähgutmasse, die eine optimale Verrottung in der Mähfläche fördert.
Diese Ergebnisse werden durch spezifische technische Merkmale erreicht: Die selbstschärfenden Messer haben eine Sichelmesser-ähnliche Schneidenform und Schnittgeschwindigkeit. Die Mähgutzerkleinerung ist eine Kombination aus Messergeschwindigkeit und Gehäuseform. Der kleinere Durchmesser des Mähkreises im Vergleich zur Sichel erfordert eine höhere Messerwellendrehzahl; Werner-Feinschnittschlegel drehen mit 3600 U/min. Diese Drehzahl ist schwingungstechnisch und akustisch beherrschbar.
Eine Gummilagerung der Messerwellen entkoppelt die Körperschallübertragung von der Messerwelle in das Mähwerksgehäuse und dämpft Vibrationen bei hoher Drehzahl. Das Schlegelsystem behält dabei die Fähigkeit, auch hohen Bewuchs zu bearbeiten. Eine größere Mähgutmasse erfordert eine entsprechend stärkere Motorisierung.
Ab 2007 ist der SM 150 SFD mit 31 oder 42 PS motorisierbar. Ein wassergekühlter Dieselmotor mit Direkteinspritzung, wahlweise mit Turbo, vom Fabrikat Yanmar, bietet ein hohes Drehmoment und Durchzugskraft. Dies führt zu einer Steigerung der Flächenleistung bei verschiedenen Bewuchsarten. Die kraftübertragenden Bauteile wurden den gestiegenen Anforderungen entsprechend verstärkt. Die Hydraulik wird weiterhin mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl betrieben, und das Tankvolumen ist für eine Tagesschicht ausreichend dimensioniert. Eine Vorfilterung von Kühl- und Absaugluft reduziert Verschmutzungsprobleme unter staubigen Einsatzbedingungen. Hebelsteuerung und eine gute Übersicht über das Mähwerk unterstützen ein effizientes Mähen.
Auch das Modell ASM125/0,8 SFD mit zentraler Mähgutabsaugung, direkt aufgesatteltem Container und Hebelsteuerung wurde neu motorisiert. Ein 31 PS starker, wassergekühlter Direkteinspritzmotor treibt die Maschine an. Der Messerwellenantrieb wurde entsprechend dem erhöhten Drehmoment verstärkt. Eine Messerwelle wird direkt hydraulisch angetrieben, während die phasenverschoben synchron laufende zweite Welle über einen Zahnriemen angetrieben wird. Im Vergleich zu Zero-Turn-Mähern bietet Werner-Mähtechnik eine hohe Motorisierung, was effektives Arbeiten unter Kostendruck im Wettbewerb erleichtert und den Trend zu weniger Schnitten pro Jahr unterstützt.