Klimawandel und Planungshinweise für Regenrückhalteräume
Für die Bemessung von Rückhalteräumen ist die Zunahme lokaler Starkregenereignisse von Bedeutung, die zu einer Erhöhung der erforderlichen Rückhaltevolumina führen könnte. Die vorliegenden Niederschlagsprojektionen weisen eine große regionale Variabilität und Unsicherheiten bei der prognostizierten Niederschlagsentwicklung auf. Daher wird von einem Klimawandelzuschlag im Bemessungsgang abgeraten.
Bei der Planung sind stattdessen Möglichkeiten zur späteren Erweiterbarkeit des Rückhalteraums und zur Verringerung des Niederschlagswasseranfalls zu berücksichtigen. Dies geschieht auch im Hinblick auf die Ziele einer integralen Siedlungsentwässerung. Eine detaillierte Darstellung möglicher Auswirkungen ist im DWA-Themenband "Klimawandel – Herausforderungen und Lösungsansätze für die deutsche Wasserwirtschaft" (DWA 2010) enthalten. Das Arbeitsblatt richtet sich an planende Ingenieure, Aufsichtsbehörden und Kommunen.