Naturschutz

Neues Informationssystem „Isar-Wächter“ gestartet

Das neue Informationssystem „Isar-Wächter“ wurde im Rahmen des Gewässerentwicklungskonzepts „Mittlere Isar“ gestartet. Es informiert über Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation und des Hochwasserschutzes entlang der Isar.

Einblicke in das Gewässerentwicklungskonzept „Mittlere Isar“

Im Rahmen des Gewässerentwicklungskonzepts „Mittlere Isar“ werden zwischen Oberföhring und Moosburg auf einer Strecke von rund 50 Kilometern Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation und des Hochwasserschutzes umgesetzt. Bislang wurden über 30 Millionen Euro investiert.

An der Mittleren Isar gehen die Verbesserung der Gewässerökologie, der Hochwasserschutz und die ökologische Nutzung der Wasserkraft Hand in Hand. Zug um Zug erhält die Isar über eine weite Strecke ein neues Gesicht. Wir schaffen ein naturnahes Gewässer mit wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen und natürliche Rückhalteräume für Hochwasser. Gleichzeitig verbessern wir den Freizeit- und Erholungswert.

Zur Information der Öffentlichkeit und zur Darstellung des Engagements beteiligter Akteure wie Kommunen, Fischerei, Naturschutz und Wasserwirtschaft wurde das neue Informationssystem „Isar-Wächter“ installiert. Dieses System umfasst 13 lebensgroße Statuen an neun ausgewählten Standorten entlang der Strecke. Die Statuen, sogenannte „Isar-Wächter“, symbolisieren und erläutern auf Informationstafeln typische Themenfelder der Wasserwirtschaft, darunter Ökologie, Hochwasserschutz und Renaturierung. Sie repräsentieren beispielsweise Freizeitnutzer, Naturschützer und Landwirte.

Ergänzend wurde eine spezielle Fahrradkarte erstellt, die Freizeittipps für die Region enthält.

Unsere Flüsse zu schützen und zu erhalten ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Durch gezielte Information wollen wir die Menschen für den Wert der heimischen Natur sensibilisieren und ihnen die vielfältige Bedeutung der Gewässer näher bringen.

Maßnahmen und Ziele des Isar-Konzepts

Die Mittlere Isar soll schrittweise bis zum Jahr 2022 naturnah umgestaltet und die biologische Durchgängigkeit, insbesondere für Fische, wiederhergestellt werden. Hierfür wurden an Hindernissen wie dem Oberföhringer Wehr Fischaufstiegshilfen errichtet und zahlreiche Sohlschwellen im Flusslauf umgebaut. Der Einsatz von Totholz, Raubäumen und Steinblöcken trägt zur Wiederansiedlung und Stärkung der Fischbestände bei. Typische Fischarten der Mittleren Isar wie Äschen, Barben und Huchen sollen sich so wieder in ihrem Lebensraum entfalten können.

Ein weiteres Ziel des Gesamtkonzepts ist die Verbesserung des natürlichen Hochwasserschutzes. Dazu wurden Uferstrukturen optimiert, indem künstliche Uferverbauungen beseitigt und Inseln geschaffen wurden, um dem Fluss eine selbstständige Entwicklung zu ermöglichen. Zudem wurden Seitengewässer wie Altarme der Isar wieder direkt an den Fluss angebunden.

21.07.2014

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