Neues Projekt zur Erfassung von Georisiken im Alpenvorland

Naturschutz

Ein neues Projekt widmet sich der Untersuchung von Georisiken wie Felsstürzen und Hangbewegungen im Voralpenraum. Die Ergebnisse werden in Gefahrenhinweiskarten dokumentiert, um Kommunen ein effektives Werkzeug an die Hand zu geben.

Gefahrenhinweiskarten als Werkzeug für Kommunen im Alpenvorland

Eine hundertprozentige Sicherheit vor Naturgefahren gibt es nicht. Wenn die Gefahr aber erkannt ist, lassen sich gezielt Maßnahmen ergreifen. Mit den Gefahrenhinweiskarten bekommen die Kommunen im Alpenvorland ein effektives Werkzeug an die Hand.

Ziel des Projekts ist es, bis zum Jahr 2016 alle bayerischen Alpenlandkreise in den vom LfU erstellten Gefahrenhinweiskarten zu erfassen. Das Vorhaben startet in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgaden. Anschließend sollen die westlich angrenzenden Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Ostallgäu, Kaufbeuren, Oberallgäu, Kempten und Lindau folgen. Das Umweltministerium plant, insgesamt rund drei Millionen Euro für den Schutz der Bewohner im bayerischen Alpenraum vor Georisiken bereitzustellen.

Fokus auf das Alpenvorland und innovative Simulationen

Rund 1,8 Millionen Euro dieser Mittel sind für das Alpenvorland vorgesehen. In den vergangenen fünf Jahren konzentrierte sich die Erfassung von Georisiken vorrangig auf die hundert besonders gefährdeten Alpengemeinden zwischen Bodensee und Königsee. Die betroffenen Gemeinden wurden über 2.200 steinschlag- und rutschgefährdete Bauwerke sowie mögliche Sicherungsmaßnahmen informiert.

Zusätzlich wurden zwölf Millionen Steinschläge am Computer simuliert. Diese Methode dient dazu, Bereiche zu identifizieren, in denen Neubauten vermieden, bestehende Gebäude gesichert oder Schutzmaßnahmen wie Fangzäune und Schutzwälle für Straßen erforderlich sind. Auf diese Weise konnten Gemeinden, Hausbesitzer und Straßenbauer gezielt über Risiken sowie entsprechende Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen informiert werden.

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