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NordBau 2016: Digitalisierung und erhöhte Anforderungen im Baumanagement

Die NordBau 2016 beleuchtet die Auswirkungen verschärfter Sicherheitsvorschriften und umfassenderer Dokumentationspflichten auf Bauleiter. Zudem werden Neuheiten im Bereich digitalisierter Baumaschinen vorgestellt, um Effizienzpotenziale zu nutzen und den Herausforderungen der Branche zu begegnen.

Verschärfte Sicherheitsvorschriften und Dokumentationspflichten

Die technischen Regeln für die Betriebssicherheit (TRBS) legen detaillierte Anforderungen fest, die über den früheren Rahmen des Baugesetzes hinausgehen. Neben Arbeitsschutzvorschriften wurden auch die Dokumentationspflichten verschärft, was zu einem erhöhten Aufwand im Baumanagement führt.

Die Auslegung des TRBS ist wesentlich strenger geworden ist. Bei Missachtung der Vorschriften gibt es unter Umständen harte straf- oder sogar zivilrechtliche Konsequenzen. Uns ist es deshalb sehr wichtig, auf der NordBau alle Bauverantwortlichen über die aktuellen Herausforderungen zu informieren.

Dies berichtet Dieter Schnittjer, Geschäftsführer des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) und Mitglied des Messebeirates der NordBau. Bauleiter müssen Funktionsweisen von Baumaschinen, Baustellengegebenheiten und Qualifikationen der Arbeiter berücksichtigen. Dazu gehören ausführliche Einweisungen in Baugeräte, die Dokumentation von Präventionsmaßnahmen und die Veröffentlichung von Gefährdungsbeurteilungen. Diese zusätzlichen Aufgaben können Bauleiter angesichts des Kostendrucks an ihre Grenzen bringen.

Die Unfallkasse Nord und die Berufsgenossenschaft Bau bieten zusammen mit dem VDBUM Weiterbildungsveranstaltungen zur Arbeitssicherheit an. Schnittjer betont die Notwendigkeit permanenter Weiterbildung aufgrund des sich ständig ändernden Regelwerks, das sowohl Großprojekte als auch Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen betrifft.

Digitalisierung in der Baumaschinenbranche

Ein weiteres zentrales Thema ist die Digitalisierung. Derzeit liegt der Anteil digitalisierter Baumaschinen bei etwa 10 bis 15 Prozent, wobei die Branche eine schnelle Beschleunigung der Digitalisierung erwartet. Die Industrie 4.0 beeinflusst die Baumaschinenbranche durch die Vernetzung von Betriebsabläufen. Leistungswerte von Baufahrzeugen werden über Telematik direkt ins Controlling übertragen, ausgewertet und ermöglichen schnelle Leistungs-Kosten-Vergleiche, was Effizienzpotenziale im Fuhrpark schafft.

Die Technisierung stellt hohe Anforderungen an Fachkräfte, beginnend bei der Ausbildung bis hin zu Wartung und Service. Dies wurde jüngst vom Europäischen Verband der Baumaschinenhersteller CECE in einer Studie hervorgehoben. Zudem stellen Kunden individuelle Ansprüche an Baumaschinen, was viele Unternehmen zur Spezialisierung ihres Fuhrparks veranlasst.

Die NordBau 2016 wird umfassend über diese Entwicklungen informieren.

Auf unserer Messe haben Trends bei den Baumaschinen schon immer eine große Bedeutung gehabt. Die technischen Anforderungen waren noch nie so groß wie heute. Deshalb widmen wir uns dem Thema in diesem Jahr intensiv. Unsere Aussteller zeigen ihre Neuheiten und informieren über die Herausforderungen bei Digitalisierung, Service und Wartung.

Dies erläutert Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen Neumünster GmbH.

Sonderschau zum Baustoff Ziegel

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen NordBau ist der Ziegel. Der Klinker ist für seine Eigenschaften bekannt. Neue Formen und Formate haben die Angebotsvielfalt dieses Baustoffs erweitert. Die NordBau plant eine Sonderschau und Veranstaltungen, um über Neuheiten bei Klinker und Fassaden zu informieren.

27.06.2016

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