Özdemir unterstützt agrarökologischen Wandel und Kohlenstoffspeicherung
Die Achse Frankreich und Deutschland ist genauso traditionsreich wie zukunftsgerichtet. Mein französischer Kollege kann daher voll und ganz mit meiner Unterstützung für das Präsidentschaftsprogramm rechnen. Gemeinsam arbeiten wir für einen deutlich besseren Tierschutz in Europa und einen agrarökologischen Wandel – etwa durch weniger Pflanzenschutzmittel auf dem Feld. Genauso begrüße ich es ausdrücklich, dass ein Schwerpunkt der französischen Ratspräsidentschaft auf der kohlenstoffarmen Landwirtschaft liegt. Dieser Bereich, den nun auch die EU-Kommission aufgreift, ist eine große Chance für unser Klima und kann für unsere Landwirtinnen und Landwirte eine verlässliche Einkommenssäule bedeuten. Gemeinsam mit Frankreich und unseren europäischen Partnern werden wir die nachhaltige Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft stärken.
Mit der Mitteilung über Nachhaltige Kohlenstoff-Kreisläufe beabsichtigt die Kommission, die langfristige Speicherung von Kohlenstoff in der gesamten EU zu fördern und auszubauen. Dies ist als Maßnahme der Farm-to-Fork-Strategie und als Beitrag zum Klimaschutz vorgesehen. Dabei soll der Qualität und Glaubwürdigkeit der Kohlenstoffspeicherung beziehungsweise der CO2-Bindung im Landwirtschafts- und Industriesektor besondere Aufmerksamkeit zukommen.
Zertifizierung und Klimaschutzziele der EU
Die Kommission plant, Ende 2022 einen Rechtsrahmen für die Zertifizierung der Kohlenstoffspeicherung vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wird durch eine Folgenabschätzung und eine öffentliche Konsultation begleitet. Die Land- und Forstwirtschaft spielen eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele des EU-Klimagesetzes und der Etablierung nachhaltiger Kohlenstoffkreisläufe.
Die Kommission schlägt in ihrer Mitteilung Maßnahmen vor, um Landbewirtschafter für die Verringerung von Treibhausgasemissionen, beispielsweise durch Moorbodenschutz, und eine verstärkte Kohlenstoffspeicherung, etwa durch Aufforstung, Agroforst oder Humusaufbau, auf Basis eines glaubwürdigen Geschäftsmodells zu entlohnen. Dadurch soll sogenanntes „Greenwashing“ vermieden werden.
