Bedeutung gesunder Böden für die Zukunft
Bundesminister Cem Özdemir hat die Gemeinschaftsaktion „Boden erleben!“ des Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau mit einem symbolischen Spatenstich eröffnet. Im Rahmen dieser Aktion werden fast 100 Leitbetriebe Pflanzenbau für ein Jahr ihre Höfe öffnen. Ziel ist es, die Bedeutung eines gesunden Bodens durch Hofführungen, Feldrundfahrten, Aktionstage und Boden-Rallyes zu vermitteln. Angesprochen werden sollen Familien, Schulklassen und Kita-Gruppen, um den Erhalt und Schutz des Bodens erlebbar zu machen.
Unsere Böden sind wertvoller als Diamanten, ohne sie wächst kein Weizen für Brot, kein Gemüse für Salat oder Grünfutter für unsere Tiere. Gesunde Böden bilden die Basis unserer Lebensmittelproduktion. Auch beim Klimaschutz spielen Böden eine wichtige Rolle, denn sie speichern Kohlenstoff in Form von Humus, nehmen Wasser schnell auf und halten es. Unsere Böden gesund zu halten, das wird mit Blick auf die Klimakrise und ihre Folgen wie Hitze, Starkregen und Dürren immer wichtiger.
Die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte des Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau demonstrieren im Rahmen der Aktion „Boden erleben!“ ihre Methoden zur bodenschonenden Bewirtschaftung. Dazu gehören eine möglichst ganzjährige Bodenbedeckung, ausgeklügelte Fruchtfolgen und der Einsatz von Agroforstsystemen. Die Betriebe werden dabei zu Erlebnishöfen für die Besucher.
Hintergrund des Netzwerks
Das bundesweite Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau hat das Ziel, modernen, umwelt- und ressourcenschonenden Pflanzenbau erlebbar zu machen. Es wurde am 1. Oktober 2021 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert und ist ein Projekt der BMEL-Ackerbaustrategie 2035. Das Netzwerk umfasst derzeit 97 konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe aus allen Regionen Deutschlands, die als Vorbilder fungieren.
