Beton- und Natursteine

Pflasterklinker: Traditioneller Baustoff für die gehobene Außenflächengestaltung

Pflasterklinker ist ein etablierter Baustoff für repräsentative Außenflächen. Er überzeugt durch Farbechtheit, Langlebigkeit und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Entdecken Sie die Vorteile dieses nachhaltigen Naturprodukts für Parks, Gärten und öffentliche Bereiche.

Vielseitigkeit und Beständigkeit von Pflasterklinkern

Wege und Plätze prägen das Erscheinungsbild von Parks, Gärten und öffentlichen Außenbereichen. Neben ästhetischen Aspekten müssen Materialien für Bodenbefestigungen im Außenbereich auch hohe funktionale Anforderungen erfüllen.

Pflasterklinker zählt seit über 2000 Jahren zu den etablierten Baustoffen im Straßen- und Wegebau. Insbesondere bei der Gestaltung repräsentativer Flächen kommt dem aus heimischem Ton gebrannten Pflasterklinker eine besondere Bedeutung zu. Ein wesentliches Merkmal dieses nachhaltigen und pflegeleichten Naturprodukts ist seine Farbechtheit und Farbbeständigkeit.

Die Farbpalette der Pflasterklinker hat sich in den letzten Jahren erweitert. Neben klassischen Rot-, Gelb- und Sandtönen sind nun auch helle und dunkle Nuancen wie Weiß, Hellgrau, Anthrazit oder Schwarz verfügbar. Auch bei den Formaten gab es Entwicklungen. Dank der hohen Materialfestigkeit lassen sich Riegel- und Langformate mit Längen von über 400 mm produzieren, was neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

Bei Hochkantverlegung erzeugt die schlanke Breite der Riegelformate von 40 mm, 52 mm oder 71 mm ein spezifisches Fugenbild. Neben den Verbänden Fischgrät und Ellenbogen sind nun auch Läuferverbände möglich, die Formatlängen von 490 mm, 360 mm, 240 mm und 115 mm kombinieren. Mit Einbindetiefen von 100 mm oder 115 mm zählt Klinkerpflaster in Hochkantverlegung zu den hochwertigsten Straßenbelägen.

Sonderbauweisen wie die gebundene Verlegung im Mörtelbett oder die Anlage versickerungsfähiger Pflasterklinkerflächen sind für Bauvorhaben mit speziellen Anforderungen umsetzbar. Keramische Baustoffe wie Klinkerpflaster weisen eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer auf.

Klinkeroberflächen bieten auch nach Jahren durch ihre hochfeste keramische Bindung Schutz vor Abrieb, Kratzern, Frost, Salz- oder Säureeinwirkung sowie Schmutzanhaftungen. Dies ist ein Grund, warum Strandpromenaden an der deutschen und belgischen Küste häufig mit Pflasterklinker ausgeführt sind. Eventuelle Gebrauchsspuren oder Grünbildung lassen sich auch nach Jahren mit geeigneten mechanischen oder, falls nötig, chemischen Reinigungsmitteln entfernen.

Die lange Nutzungsdauer von Pflasterklinkerflächen trägt zur Ressourcenschonung bei und ist relevant für eine positive Nachhaltigkeitsbewertung. Muss eine Pflasterfläche zurückgebaut werden, ist der hartgebrannte Pflasterklinker nach sortenreinem Rückbau ein gefragter Ausgangsbaustoff für Recyclingmaterialien im Straßen- und Vegetationsbau.

Historische Klinkerbeläge werden mitunter aufgenommen, gereinigt und im Sinne einer Wiederverwendung erneut eingesetzt. Gebrauchsspuren sind auch bei Pflasterklinker unvermeidlich. Die für Keramik typische Patinabildung wird jedoch oft als Gestaltungselement in der Denkmalpflege genutzt. Hersteller bieten hierfür sogenannte gerumpelte Pflasterklinker an, die künstlich gealtert werden.

Kohle- und Torfbrandklinker werden von Architekten geschätzt, da ihr keramisches Farbenspiel sich von der Uniformität industrieller Produktionen abhebt.

Pflasterklinker eignet sich besonders dort, wo hohe Ansprüche an Funktionalität, Gestaltung, Repräsentativität und Langlebigkeit erfüllt werden sollen. Eine Arbeitsgemeinschaft bietet auf ihrer Webseite Informationen, Tipps und Inspiration zum Thema Pflasterklinker. Dort kann auch die Broschüre „Technische Informationen – Planung, Gestaltung und Herstellung von Flächen mit Original-Pflasterklinker“ bestellt oder heruntergeladen werden.

25.09.2019

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