Gartengestaltung für reduzierten Pflegeaufwand und mehr Freizeit
Bereits in der Planungsphase lässt sich der Pflegeaufwand eines Gartens durch gezielte Gestaltung reduzieren. Zunächst sollte die beabsichtigte Nutzung des Gartens definiert werden, um wichtige Elemente wie Spielflächen, Ruhezonen, Outdoorküchen oder Bereiche für Gemüse- und Kräuteranbau festzulegen.
Bei der Planung ist zu berücksichtigen, welche Gartenarbeiten vermieden oder reduziert werden sollen und welche möglicherweise gerne ausgeführt werden. Ein durchdachtes Konzept kann den Arbeitsaufwand erheblich minimieren.
Eine klare Gliederung des Gartens mit kurzen Wegen und abgegrenzten Bereichen trägt zur Pflegeleichtigkeit bei. Rasenflächen sollten auf das notwendige Maß beschränkt werden, da sie regelmäßiges Düngen, Mähen, Wässern und Vertikutieren erfordern.
Die Auswahl von Belagsmaterialien, die einfach zu reinigen sind, spart ebenfalls Zeit. Pflanzbeete sind in der Regel weniger arbeitsintensiv als Kübel, da Kübelpflanzen im Sommer oft täglich gegossen werden müssen.
Eine standortgerechte Pflanzauswahl ist entscheidend für einen geringen Pflegeaufwand. Regionale Sorten gedeihen in den hiesigen Bedingungen gut und bieten zudem einen Nutzen für Insekten.
Technikeinsatz im Garten zur Pflegeerleichterung und Automatisierung
Moderne Technik bietet verschiedene Möglichkeiten zur Automatisierung der Gartenpflege.
Die Bewässerung kann in separate Bereiche für Rasenflächen, Pflanzbeete oder Töpfe und Kübel unterteilt werden. Hierfür kommen Sprenkler, Viereckregner, Tropf- und Perlschläuche sowie Sprüher und Verdampfer zum Einsatz. Die Installation kann auch unterirdisch erfolgen, ist jedoch nicht vollständig unsichtbar. Die Wassergabe lässt sich je nach Wasserdruck, Durchmesser und Abstand der Schläuche oder Regner manuell, über Zeitschaltuhren oder Apps steuern.
Es ist wichtig zu beachten, ob alle Pflanzen in einem Beet den gleichen Wasserbedarf haben, da eine gezielte Bewässerung in solchen Systemen nicht immer möglich ist. Bei der Planung der Anlage ist zudem die Wasserquelle zu berücksichtigen: Frischwasser ist einfacher zu installieren, Zisternenwasser ist jedoch ökologisch nachhaltiger.
Die Pflanzen müssen aber auch erzogen werden. Wenn sie immer nur von oben berieselt werden bilden sie keine tieferen Wurzeln aus. Sollte da mal die Bewässerung ausfallen, sitzen sie gleich auf dem Trockenen! Es kann also ruhig mal eine Bewässerungspause gemacht werden, damit sich tiefergehende Wurzeln entwickeln können.
Im Bereich der Rasenpflege gibt es verschiedene Optionen, von Akku- oder Antriebsrasenmähern bis hin zu Rasentraktoren. Mähroboter können den Rasen automatisch kurz halten, gesteuert per GPS oder innerhalb eines Begrenzungskabels. Um Stolperfallen zu vermeiden, sollten sie zu bestimmten Zeiten eingesetzt werden. Ein täglicher Einsatz von drei bis vier Stunden am Vormittag kann eine Rasenfläche von etwa 75 bis 100 m² ausreichend pflegen.
Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Pflegeaufwands ist die Beauftragung eines Landschaftsgärtnerbetriebs für die Gartenpflege, entweder komplett oder nach Bedarf. Dies ermöglicht die Abgabe unliebsamer Arbeiten und die Umgestaltung besonders arbeitsintensiver Bereiche.
