Auszeichnung für eine erfolgreiche Content-Strategie
Die vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) initiierte Kampagne „Rettet den Vorgarten“ hat den PR Report Award 2019 in der Kategorie Content-Strategie erhalten. Die Jury würdigte insbesondere, dass es dem Verband gelungen sei, eine gesellschaftliche Debatte zur Vorgartengestaltung anzustoßen und die Bedeutung lebendiger Pflanzen in Gärten hervorzuheben.
Die PR Report Awards wurden in diesem Jahr zum 17. Mal verliehen. Die Preisverleihung fand am 14. November 2019 in Berlin statt. Peter Menke von der Agentur NED.WORK, die die Initiative umsetzt, äußerte sich zur Auszeichnung:
Dies ist für uns nicht nur eine Auszeichnung, sondern vor allem eine Bestätigung, dass wir auf dem strategisch richtigen Weg sind. Derzeit planen wir mit dem BGL die Aktivitäten für 2020.
Strategischer Ansatz und Wirkung
Die Initiative „Rettet den Vorgarten“ startete im Frühjahr 2017. Ihr Ziel ist es, mit fundierten Argumenten für eine individuelle und vielfältige Gestaltung von Vorgärten zu werben. Zunächst wurden in einer repräsentativen Marktforschung (GfK) die Motive der Menschen untersucht. Ein umfassendes Dossier beleuchtete historische, fachliche und psychologische Aspekte. Auf dieser Basis wurde eine breit angelegte Informations- und Argumentationsstrategie entwickelt.
Achim Kluge, Vizepräsident des BGL und Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit, erläuterte den Ansatz:
Wir wollen nicht gegen Steinwüsten wettern oder polemisieren, sondern machen Lust auf bepflanzte Gärten. Mit Presseberichten, Social-Media, Informationsblättern, Veranstaltungen für Medienvertreter und Multiplikatoren, Journalistenwettbewerben, Kooperationen mit Radio und TV sowie einer Vernetzung mit anderen Interessengruppen hat sich eine breite Debatte entzündet, die wirkt.
Die Publizität zum Thema nimmt weiter zu. Dem Verband ist dabei auch die Wirkung der Initiative innerhalb des Berufsstands wichtig. Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus sollen zukünftig Kundenwünschen nach Kies- und Schottergärten mit überzeugenden Argumenten begegnen können.
Andreas Stump, Pressesprecher des BGL, ergänzte:
Bemerkenswert finden wir, dass es gelungen ist, mit sachlicher Information und einer klaren Botschaft eine Welle in Gang zu setzen, die ohne unser Zutun und ohne finanzielle oder andere Beteiligung die Nachricht weiterträgt und die Idee viral vergrößert. In mehr und mehr Städten wird in den kommunalen Gremien über die Schotterwüsten debattiert und andere Verbände und Organisationen kommen auf uns zu, um sich der Initiative anzuschließen.
Hintergrund der Initiative
In vielen Neubaugebieten Deutschlands breiten sich sogenannte Schotterwüsten aus, bei denen Vorgärten nicht bepflanzt, sondern mit Steinen bedeckt werden. Dieser Trend bringt verschiedene Nachteile mit sich. Dazu gehören die Aufheizung der Flächen im Sommer, der Verlust von Nahrungs- und Lebensraum für Insekten und Vögel, Störungen des Wasserkreislaufs sowie zusätzliche Belastungen der kommunalen Abwassersysteme. Zudem beeinträchtigt dies das nachbarschaftliche Miteinander, und die Pflegeleichtigkeit solcher Flächen wird oft überschätzt.
Die Initiative „Rettet den Vorgarten“ zielt darauf ab, dass Hausbesitzer den Wert der Fläche vor dem Gebäude wieder erkennen. Sie sollen dazu angeregt werden, diese Flächen mit lebendigen Pflanzen zu gestalten, zum Nutzen für sich selbst, die Nachbarschaft, das Stadtbild und das direkte Lebensumfeld. Darüber hinaus sollen Städte und Gemeinden, Projektentwickler, Investoren und Medienschaffende informiert und sensibilisiert werden, um sie als Multiplikatoren zu gewinnen.


