Vorsorge gegen den Eichenprozessionsspinner in Gärten und Städten

Gehölzpflege

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Gärten und Städten aus. Seine giftigen Raupenhaare können schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen und den Schädling bekämpfen können.

Gesundheitsrisiken durch Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners

Die Nesselhaare der Raupen enthalten das Gift Thaumetopoein. Bei Hautkontakt können sie einen juckenden Ausschlag, die sogenannte Nesselsucht, hervorrufen. In einigen Fällen sind auch allergische Reaktionen der Atemwege möglich. Die feinen Haare können durch Wind über größere Distanzen getragen werden und bei Einatmen zu Juckreiz, Schwellungen, Asthma oder Bronchitis führen.

Der Fachverband GaLaBau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) weist darauf hin, dass die steigenden Jahresdurchschnittstemperaturen die Befallsgebiete ausweiten, insbesondere in Richtung Norden und Osten. Trotz eines langen und kalten Winters haben große Populationen in Wäldern überlebt und breiten sich nun in städtische Gebiete aus.

Die steigenden Temperaturen im Jahresdurchschnitt vergrößern die Befallsgebiete deutlich, mit einer Tendenz nach Norden und Osten. Trotz des langen und kalten Winters haben besonders in Wäldern große Populationen überlebt, die sich nun wieder in die Innenstädte bewegen.

Bekämpfung und Prävention des Schädlings

Zur Abwendung von Gesundheitsgefahren haben Städte in den vergangenen Jahren Parkanlagen gesperrt und Fachfirmen mit der Bekämpfung der Raupen beauftragt. Auch in diesem Jahr finden bereits präventive Maßnahmen statt.

Private Grundbesitzer mit Eichenbeständen sollten ihre Bäume von Fachfirmen untersuchen lassen und aufmerksam auf den Schädling achten. Die Kosten für die Behandlung eines Baumes können bei etwa 150 Euro liegen, abhängig von Größe und Zugänglichkeit der Eiche.

Die Raupen schlüpfen derzeit aus den Eiern. Nach sechs Larvenstadien erfolgt die Verpuppung, bevor sie sich im Juli zu Faltern entwickeln. Diese haben nur wenige Tage Zeit für die Fortpflanzung und Eiablage in den Eichen.

Bürger, die Beratung und Hilfe bei befallenen Bäumen benötigen, können sich an die Geschäftsstelle des Fachverbandes GaLaBau wenden. Verschiedene Unternehmen der Branche bieten die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an.

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