Naturschutz

37 Millionen Euro für den Naturschutz in Bayern

Bayern investiert 37 Millionen Euro in den Naturschutz, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Das Vertragsnaturschutzprogramm verzeichnet eine Rekordbeteiligung von über 18.000 Landwirten, die 82.000 Hektar naturschutzgerecht bewirtschaften.

Rekordbeteiligung im Vertragsnaturschutzprogramm in Bayern

"Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm ist die Premiummarke in der Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. In diesem Jahr werden mehr als 18.000 Landwirte bayernweit 82.000 Hektar nach strengen naturschutzfachlichen Vorgaben bewirtschaften. Das ist ein neuer Rekordwert für den Freistaat mit dem wir bundesweit in der Spitzengruppe liegen."

Das Umweltministerium hat die EU- und Landesmittel für den Vertragsnaturschutz im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Insgesamt werden 37 Millionen Euro bereitgestellt, was einer Steigerung von rund einem Drittel entspricht. Diese Mittel dienen dem Erhalt der Artenvielfalt und der heimischen Landschaft.

"So lassen sich artenreiche Wiesen mit Orchideen, Enzian und vielen Schmetterlingen sichern und das Schutzgebietssystem Natura 2000 zusammen mit den Landwirten umsetzen. Das Vertragsnaturschutzprogramm steht damit für Verantwortungsbewusstsein der Landwirte für die Natur und gelebte Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie."

Im Jahr 2014 nahmen knapp 17.000 Landwirte mit 67.000 Hektar Fläche am Vertragsnaturschutz teil.

Vielfältige Maßnahmen für Artenvielfalt und Landschaftspflege

Das Vertragsnaturschutzprogramm umfasst Maßnahmen auf Äckern, Wiesen, Weiden und für Teiche. Von den Almen und Alpen bis zu den Kalkscherben-Äckern im Grabfeld, von den Teichen in der Oberpfalz und im Aischgrund bis zu den Moorwiesen im Schwäbischen Donaumoos berücksichtigen die teilnehmenden Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen die besonderen Ansprüche seltener Pflanzen und Tiere wie Moorbläuling, Brachvogel und Küchenschelle.

Ein Beispiel hierfür ist die Bewirtschaftung der Mittenwalder Buckelwiesen, die mit der Sense gemäht und vollständig ohne Düngung auskommen. Im Altmühltal erhalten Hüteschäfer die Wacholderheiden, um den Lebensraum für Silberdistel, Knabenkraut und Enzian zu sichern. Der Mehraufwand wird finanziell ausgeglichen.

Zusätzlich bietet das Umweltministerium ein Vertragsnaturschutzprogramm Wald an. Die Antragstellung für Biotopbäume, nutzungsfreie, uralte Laubwälder und weitere Naturschutzmaßnahmen im Wald ist noch bis zum 31. März 2015 möglich.

12.03.2015

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