Engagement für Artenvielfalt in Bayern
Der Erhalt der Artenvielfalt stellt einen Schwerpunkt der bayerischen Umweltpolitik dar. Dies betonte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf bei einem Ortstermin in der Gemeinde Eitting.
Bayern ist besonders artenreich. Nur mit vereinten Kräften können wir die biologische Vielfalt im Freistaat erhalten. Einen wichtigen Beitrag leisten die Landwirte im Vertragsnaturschutzprogramm. Das entschlossene Engagement der Landwirte vor Ort ist ein entscheidender Schritt für den Naturschutz und den Erhalt unserer charakteristischen bayerischen Heimat.
Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das Naturschutzgebiet Viehlaßmoos im Erdinger Moos. Dort werden etwa 30 Hektar im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms gepflegt, was über 10 Prozent des Schutzgebiets ausmacht.
Das Viehlaßmoos besteht zu großen Teilen aus nassen Wiesen und Moorflächen. Durch die jahrhundertelange extensive Nutzung haben sich auf den Streuwiesen besonders artenreiche und seltene Lebensgemeinschaften angesiedelt. Moorbläuling und Lungenenzian sind auf die ursprüngliche Form der Bewirtschaftung angewiesen.
Um die Streuwiesen von Grasfilz und Verbuschung zu befreien, sind spezielle Pflegemaßnahmen wie eine späte Mahd erforderlich. Das dabei gewonnene Mähgut ist sehr trocken und kann als Einstreu in Ställen verwendet werden.
In Bayern sind fast 18.000 Betriebe am Vertragsnaturschutzprogramm beteiligt, das knapp 70.000 Hektar Äcker, Wiesen, Weiden und Teiche umfasst. Der Freistaat stellt hierfür jährlich Fördermittel in Höhe von 28 Millionen Euro bereit. Weitere 13 Millionen Euro fließen in das Landschaftspflegeprogramm.
Landschaftspflege und Vertragsnaturschutz sind wichtige Bausteine im Rahmen des Bayerischen Biodiversitätsprogramms. Über 40 Millionen Euro für die Natur in den Regionen sind gut angelegt. Deshalb werden wir die Landschaftspflegeverbände und die Landwirte auch in Zukunft nach Kräften unterstützen.