Naturschutz

Naturschutz in Bayern: Partnerschaftliche Aufgabe und finanzielle Förderung

Der Erhalt der bayerischen Naturvielfalt erfordert ein starkes Zusammenwirken mit der Gesellschaft. Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Naturschutzleistungen und zeigt, dass eine maßvolle Flächennutzung und Naturschutzinteressen vereinbar sind.

Bedeutung des Vertragsnaturschutzprogramms für Bayern

Der Erhalt der bayerischen Naturvielfalt für künftige Generationen erfordert ein starkes Zusammenwirken mit der Gesellschaft. Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm ist hierbei ein wesentliches Element der Naturschutzpolitik im Freistaat. Es honoriert freiwillige Naturschutzleistungen und zeigt, dass eine maßvolle Flächennutzung und Naturschutzinteressen vereinbar sind.

Unsere wertvolle bayerische Naturvielfalt wollen wir auch für künftige Generationen erhalten. Wir brauchen ein starkes Zusammenwirken unmittelbar mit der Gesellschaft. Unser Vertragsnaturschutzprogramm beweist seit vielen Jahren, dass sich eine maßvolle Nutzung von Flächen und Belange des Naturschutzes nicht ausschließen. Im Gegenteil: Eine naturverträgliche Landnutzung kann Artenreichtum schaffen und erhält unsere Kulturlandschaften. Den erfolgreichen bayerischen Weg setzen wir auch 2018 konsequent fort.

Für freiwillige Naturschutzleistungen stehen in diesem Jahr über 45 Millionen Euro zur Verfügung, die auch EU-Mittel umfassen. Die Antragsfrist für Vereinbarungen auf Äckern, Wiesen, Weiden und Teichen für 2018 endet am 23. Februar 2018. Informationen zur Antragstellung sind bei den unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern und kreisfreien Städten erhältlich.

Umfang und Ziele des Vertragsnaturschutzprogramms

Das Programm vergütet freiwillige Leistungen von Landwirten, die ihre Flächen naturschutzgerecht bewirtschaften. Beispiele hierfür sind die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zur Erhaltung blütenbunter Magerrasen. Aktuell umfasst das Vertragsnaturschutzprogramm bayernweit etwa 85.000 Hektar. Über 18.000 Betriebe nehmen daran teil, was auch zur Existenzsicherung bäuerlicher Familienbetriebe beiträgt. Seit der Neuauflage im Jahr 2015 ist das Interesse der Landwirte kontinuierlich gestiegen.

Das Vertragsnaturschutzprogramm trägt zusammen mit den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien zur Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 bei. Im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms Wald können private und kommunale Waldbesitzer bis zum 30. März 2018 Förderanträge bei den unteren Naturschutzbehörden und den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einreichen. Dieses Programm sichert Biotopbäume und Totholz als Lebensraum für Arten wie Spechte und Fledermäuse. Zudem wird der Nutzungsverzicht in naturschutzfachlich wertvollen Wäldern sowie der Erhalt historischer Mittelwälder gefördert. Hierfür sind rund 4 Millionen Euro vorgesehen.

21.01.2018

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